Bootlegs und kein Ende

Raubkopierer, Bootlegger und andere kriminelle Elemente sind natürlich stets ein Problem für die Urheber künstlerischen Schaffens (wie z.B. die Filmindustrie). Illegale Handlungen wird man auch nie vollständig unterbinden können, das steht außer Frage. Der Jugendliche, der sich abgefilmte Kinofilme aus dem Internet lädt, KANN der Filmindustie schaden – die Frage ist dann natürlich, ob er überhaupt ins Kino gegangen wäre, wenn er den Film nicht als Download vorliegen hätte. Hierüber kann man zwar durchaus streiten oder diskutieren, aber ein Einzelner entscheidet sich für eine „kriminelle Tat“ zu seinem persönlichen Vergnügen.

Anders sieht es indes aus, wenn der fiktive Jugendliche (oder nachfolgend wohl eher ein Erwachsener) seinen Download auf einen 20 Cent-Rohling brennt und für 25 Euro an einen Dummen verkauft. Und hier sind wir beim Geschäft der Bootleg-Händler: Man nehme sich eine ausländische DVD oder Blu-ray, packe die deutsche Tonspur dazu, brenne das Ergebnis dann auf einen billigen Rohling – und hoffe auf möglichst viele Käufer.

DIESE Form der Kriminalität ist ein völlig anderes Kaliber und schadet nicht nur der Filmindustrie, sondern letztendlich auch dem unbedarften Käufer, der den Unterschied zu einer legalen Veröffentlichung nicht erkennen kann (oder möchte?) und wahnwitzige Preise für einen Gegenwert im Cent-Bereich bezahlt. Laufend erscheinen natürlich neue Bootlegs, die dann gerne auf Filmbörsen ihre Käufer finden – und teilweise sogar in gewerblichen Online-Shops.

Könnte uns das nicht egal sein? Nein! Denn immerhin sind auch wir inzwischen ein Film-Label. Wir bezahlen Geld für Lizenzen, Geld für Bonusmaterial, Geld für schöne Verpackungen – Bootlegger machen all das nicht. Sie klauen fleißig. Und das stört uns nicht nur „weil es ums Prinzip“ geht, sondern aktuell auch wieder ganz konkret: Zwei von uns erscheinende Titel werden dreist als Bootleg angeboten – früher auf DVD und neuerdings sogar als gebrannte Blu-ray.

Einen der beiden Titel hatten wir ja sogar schon bekanntgegeben: „Das Grauen aus der Tiefe

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Ein weiterer Titel, den wir nun anläßlich der aktuellen Situation „enthüllen“, ist der Horrorklassiker „Das Engelsgesicht – Drei Nächte des Grauens„.

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Wir können nur an alle ehrlichen Käufer appelieren: Laßt Euch nicht abzocken und blättert nicht Mondpreise für gebrannte Discs hin. Wartet auf eine legale Veröffentlichung, die qualitativ und ausstattungstechnisch jedes Bootleg hinter sich läßt. Unterstützt die Label, die viel Zeit und Geld investieren, um Euch schöne, liebevolle Sammlerstücke bieten zu können.

Übrigens: Auch von „Evilspeak – Der Teufelsschrei“ kursieren Bootlegs. Auch da bitte: Finger weg! Unsere Freunde von Wicked-Vision arbeiten an einer legalen HD-Veröffentlichung, die natürlich auf jeden Fall zu bevorzugen ist!

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