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Blade (1998)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 20.09.2001, seitdem 2930 Mal gelesen


Guter Vampirfilm, dem es aber leider stark an Atmosphäre mangelt.... Snipes allerdings mal wieder in Bestform......

Story:
Blade, ein Mischling der die Vorzüge von Menschen hat (Daywalker) und die übermenschliche Kraft eines Vampirs besitzt leider auch deren Blutdurst. Sein Serum kann seinen Durst kaum noch stillen, so wird es immer schwieriger für ihn seinesgleichen (Vampire) zu jagen. Unangenehmerweise hat grad jetzt ein Nachwuchsvampir den Drang, einen alten Vampirgott zu reaktivieren, um die Herrschaft über die Welt zu erreichen. Der Rat der Vampire hat zwar etwas dagegen, aber Frost räumt einfach den Vorsitzenden aus dem Weg und schüchtert so die anderen ein. Das Problem an der ganzen Sache ist nur, dass Blade hinter ihm her ist und Frost Blade braucht. Für die Zeremonie des Blutgottes brauch er nämlich Blut vom Daywalker. Dem stellt er dann auch geschickt eine Falle. Er setzt Blades Mutter für sich ein, die bei der Geburt auf Grund eines Vampirbisses starb und selbst ein Vampir ist. Der Vampirgott erwacht, Blade kann sich mit Hilfe einer Freundin befreien und räumt auf. Nur mit dem Blutgott wird's da schwieriger. Aber schliesslich macht er auch diesen platt.
Story, irgendwie schon nicht schlecht. Aber Vampire werden in dem Film irgendwie eher mit Illuminaten verwechselt. Und genau das stört mich, der Mythos der Vampire, der Zauber fehlt. Alles zu modern auf Neuzeit gerichtet.

Musik:
Sehr moderner Stil, vor allem die Technomucke fällt auf. Mir selber gefällt die Musik nicht sonderlich. Passt einfach alles nicht zu Vampiren, auch wenn sie in der Neuzeit leben, hätte es ruhig etwas mystischer zugehen können...

Atmosphäre:
Wäre es ein Actionfilm, würde ich sagen klasse. Tolle Stunts und ein cooler Snipes der von einem Exjäger (Whistler) unterstützt wird. Doch auch hier die gleichen Probleme. Irgendwie wirken die Vampire nicht sonderlich unheimlich, wenn sie mit dicker Sonnencreme durch die Stadt marschieren. Sie schlafen nicht in Särgen, verspeisen keine Jungfrauen, sind auch nicht romantisch oder wenigstens so dreckig böse wie in John Carpenters Vampire. Alles wirkt zu hip und zu modern....

Schauspieler:
Snipes überzeugt als Blade auf voller Linie. Cool mit tollen Stunts und megaharten Kampfsporteinlagen. Gut wie immer und absolute Idealbesetzung.
Stephen Dorff spielt ebenfalls recht gut den aufmüpfigen Nachwuchsvampir. Leider kommt er mir da eher wie ein aufstrebender Kotzbrocken vor, der einen reichen Vater und keine Sorgen hat. Zu selten wird er "vampirmies", zB als sie Whistler überfallen. Verschenkt......

Fazit:
Vampirfilm mit toller Action. Leider aber ohne Atmosphäre, die den Mythos Vampire sonst immer umgibt. Nicht mein Geschmack da er mir zu "versucht" modern und kalt ist.


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