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Legion of the Dead (2000)

Eine Kritik von Ebert (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 31.10.2001, seitdem 593 Mal gelesen


Auf dem Cover steht etwas von einer Mischung aus Vampires und From Dusk Til Dawn. Ich sah zu spaet den Namen des Regisseurs: Olaf Ittenbach, den Meister des Homemade-Splatter. Nun gut: der Film ist mit US-Geldern produziert worden, und man merkt ihm das an. Bild und Ton sind gut, einige Schauspieler, besonders die Amerikanischen, sind das auch, aber jetzt kommts. Das Problem mit diesem Film ist sein Drehbuch. Ittenbach wollte sich nicht festlegen, und so entstand ein Wust aus Raodmovie und Monsterfilm. Die beiden Idioten, die auf der Suche sind, um die Legion zusammenzustellen, sind in der ersten Stunde des Films gut zu ertragen. Schwarzer Humor, etwas Gewalt und voellig vertrottelte Dialoge. Im uebrigen erinnert mich der Kerl mit der Brille und Loeckchen an Henry Kissinger (Sorry Henry!). Auch die Szenen mit dem geisteskranken, kotzenden Mann im Auto, der die beiden Anhalter mitnimmt, ist zum Ablachen. Die Szenen in der "Bar", eine mit billigen Moebeln ausgestatte Scheune, sind jedoch absoluter Dreck. Keine weiss mehr, was abgeht, es wird ueber "Daemonen" gesprochen, und die Masken, vor allem der "Salma Hayek-Verschnitt" sind so duemmlich, das einem die Traenen kommen. Zum anderen hat der Film zwar Tempo, aber keinen Faden, dem er folgen kann. Ittenbach greift da schon mal zu Faekalsprache, Toilettenwitzchen und Unfug in einem dunklem Raum, in dem ein anderer Deutscher Schmuddelmime nur dauern seine Arme von sich streckt. Alles in allem ist der Film missglueckt. Seine Besetzung ist, bis auf die amerikanischen Schauspieler, nicht mal ein Essen bei McDonald's wert, und die Dialoge ("Mumu oder Pipi) sind eher was fuer Unterbelichtete, als fuer Zuschauer, die durch gute Special Effects verwoehnt sind. Gebt Ittenbach ein Vielfaches des Geldes, die er fuer diesen Film verwenden durfte, und setzt amerikanische Drehbuchschreiber an den Tisch. Denn eins merkt man diesem Film an: seine Deutsche Herkunft. Statt zur Sache zu kommen, und durch schnelle Schnitte die Handlung zu beschraenken aufs Wesentliche, wird gelabert und gelabert, bis die naechste billige Blut-im-Gesicht-des-Daemons daherkommt. Das langweilt. Und Gewalt alleine macht auch keinen Spass, wenn der Zuschauer das Gefuehl hat, verarscht zu werden. +-


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