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Legion of the Dead (2000)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 20.03.2006, seitdem 275 Mal gelesen


Olaf Ittenbach hat die Kategorie des Amateurfilmers hinter sich gelassen und steckte ein sichtlich höheres Budget in „Legion of the dead“. Technisch gibt es daran nichts auszusetzen, doch die unentschlossene Story schmälert das Vergnügen gewaltig.
Nicht selten wirken einzelne Sequenzen viel zu aufgesetzt und allzu deutlich an Vorbilder von Rodriguez und Tarantino angelehnt.

So benötigt man eine feurige Dame, die rein optisch möglichst nah an Salma Hayek herankommt, zwei Typen, die sich mit vermeintlich coolen Sprüchen um Kopf und Kragen reden und einen finsteren Guru, der in einem Wüstennest per unterbelichteter Brüder seine Legion der Toten aufbauen will. Also eine weitere Variante von „From dusk till dawn“.
Durch häufigen Schauplatzwechsel wird für Tempo gesorgt, einen roten Faden erkennt man dabei aber fast überhaupt nicht und einen Helden zum Mitfiebern ebenso wenig.
Das Ganze sollte cool und witzig sein, ist es aber nur in den wenigen Momenten, wenn jemand vollkommen unerwartet das Zeitliche segnet, wie bei einem Motorradunfall durch Gullydeckel mit anschließender Explosion.
Etwas lächerlich wird es hingegen, wenn man uns einen bösen Oberguru vorsetzt, der ein Bruder des heruntergekommenen Schlagerstars Christian Anders sein könnte und ihm zudem noch eine runtergepitchte Stimme verpasst.

Aber nicht alles an diesem Streifen ist zu bemängeln, denn trotz aller inhaltlichen Schwächen ist die Aufmachung doch recht schick ausgefallen. Saubere Kameraarbeit in gut gewählten Kulissen gehört handwerklich ebenso zum Überdurchschnitt, wie die Effekte.
Zum einen die Splattereffekte, hauptsächlich bestehend aus blutigen Shoot-Outs und ein paar kleinen Metzgereien und zum anderen ein paar sehr ansehnliche CGIs. Beides wurde sorgfältig ausgearbeitet und teilweise in passender Slow-Mo in Szene gesetzt.

Wenn man mit der aufgesetzt wirkenden Story und der Pseudo-Coolness innerhalb der vielen Dialoge nicht so viel versemmelt hätte, wäre insgesamt auch etwas Überdurchschnittliches dabei herausgekommen. Irgendwo schade, denn handwerklich vermag Ittenbach einiges auf die Beine zu stellen.
5 von 10 Punkten


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