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Legion of the Dead (2000)

Eine Kritik von Tool (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 22.08.2002, seitdem 461 Mal gelesen


Das 5. und bisher professionellste Werk vom deutschen Regisseur Olaf Ittenbach.
Eigentlich gibt es zwei Handlungsstränge in diesem Film. Zum einen den der beiden Kumpels William und Luke, die einsam durch die Wüste laufen und bald von einem Autofahrer mitgenommen werden. Dieser entpuppt sich als kranker Killer, der nichts Anderes vor hat, als William und Luke zu töten. Als die beiden aber von ihrem Freund Joe befreit werden, gehts ab in ein Dorf, wo sie bald in einer Kneipe Halt machen.
Der andere Handlungsstrang ist der zweier Killer, die von einem mysteriösen Blonden beautragt worden sind, Menschen zu töten, um sie für die Legion zu rekrutieren. Auch die Killer finden bald in der Kneipe Zuflucht, wo William und Luke schon warten. William verkuckt sich sofort in die schöne Gina, ahnt aber nicht, dass der Blonde auch hinter ihr her ist. Das Gemetzel kann beginnen...
Ich bin treuer Fan der Ittenbach-Filme, hab bisher alle gesehen und natürlich ist es nicht zu übersehen, dass "Legion of the Dead" handwerklich am Besten ist. Nicht, was die Splattereffekte angeht, sondern was Kameraführung und Schauspielerleistungen angeht, auch wenn letztere nicht vom Hocker werfend sind.
Natürlich merkt man sofort, dass die Story von "From Dusk till Dawn" geklaut ist, aber dennoch ist sie teilweise auch selbstständig. Vor allem die Dialoge sind einzigartig, über was William und Luke z.B. immer diskutieren, ist echt lustig. Die Splattereffekte sind ok, mir stand zwar nur die geschnittene FSK 18 zur Verfügung, trotzdem ist der eine oder andere Effekt vorhanden.
Die Musik ist ganz gut gelungen, in Bezug auf die Wüstenkulisse, so, wie sie in einem Roadmovie auch sein sollte.
Klar ist "Legion of the Dead" kein Meilenstein oder sonstwas, aber wenn man bedenkt, dass es Ittenbach erster professioneller Streifen ist, wo zum ersten Mal richtige Dialoge stattfinden (im Gegensatz zu "Premutos", "Burning Moon" oder "Black Past), kann man guter Hoffnung sein, dass man noch so einiges von Ittenbach erwarten kann. Denn langweilig ist "Legion of the Dead" sicher nicht, und das nicht nur, weil ab und zu ganz nett gemetzelt wird, sondern er einfach unterhaltsam ist. Sicher wird Ittenbach kein Stanley Kubrick, aber man merkt, er hat sehr viel Talent und wenn man ihm etwas mehr Geld zur Verfügung stellt, weiß er auch, was damit anzufangen!
Riskiert einen Blick, auch Nicht-Ittenbach-Fans können auf ihre Kosten kommen. 6/10 Punkte


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