Eine Kritik von davidsloan (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 09.02.2005, seitdem 645 Mal gelesen
Ich kann´s kaum glauben! Hier sehe ich ja tatsächlich von Jemanden eine Wertung, von gerade mal 4 Punkten. Ok, über Geschmack lässt sich nicht streiten, aber "The Green Mile" ist ein vollkommender Film und ich liebe ihn einfach. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Stimmt´s?
Meiner Meinung nach also, ist der Film einsame Spitze und es er ist nach "Die Verurteilten", dass beste Gefängnisdrama überhaupt. Die Besetzung ist erstklassig und die Hauptrolle hätte niemand besser meistern können, als "Tom Hanks". "Michael Clarke Duncan" überzeugt sogar noch besser, aber vielleicht ist es auch nur so, weil er den interessantesten Charakter spielt. Seine schauspielerische Leistung sprengt dennoch den ganzen Rahmen und man könnte meinen, er ist tatsächlich psychisch zurückgeblieben. Das Sensationellste an "John Coffee"(habe ich das jetzt richtig geschrieben?) ist sein Mitgefühl gegenüber seinen Mitmenschen, seine mysteriösen Fähigkeiten und sein großer Wille, den Lebewesen zu helfen. Er schätzt die Welt einfach in vielen Dingen mehr ein, als andere und ist sensibeler, als jeder andere zuvor. Man fühlt die ganze Zeit mit ihm mit und in manchen Szenen tut er mir sogar leid. Das er am Ende zu Unrecht stirbt, ist endlich mal was anderes. Es war natürlich überwiegend tragisch, doch das kein "Happy End" den Film beendete, ist der Hammer, denn so ist alles noch trauriger und herzergreifender. Die Wahrheit wurde nicht ans Tageslicht gebracht und so gewann der Film ein bisschen Realität.
Wie sollte man diesen Film genießen? - Warten, bis ca.1 Uhr Nachts ein Gewitter anfängt, dann alle Lichter ausmachen, DVD einlegen und fantasieren. Für diese Achterbahnfahrt der Gefühle, gibt es ganz klare 10/10!
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