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Basic Instinct (1992)
Eine Kritik von Repoman (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 25.12.2007, seitdem 332 Mal gelesen
"Basic Instinct" ist einer von den Filmen , die Hollywood (leider)
nur selten auf sein geneigtes Publikum loslässt.
Die Kontroversen, denen der Film schon vor Erscheinen massiv
ausgesetzt war, machte "Basic Instinct" allein schon dadurch
"berühmt". Die heftige Kritik und Demonstrationen, die die
Dreharbeiten überschatteten, verhalfen dem Film zu einem
immensen Bekanntheitsgrad, der dadurch letztendlich zum
grössten kommerziellen Erfolg des Jahres wurde.
Was den Film so besonders macht, ist nicht nur die Tatsache,
das Sex und Gewalt in einem Mainstream-Film auf einer bisher
noch nie dagewesenen Intensität und Ebene dargestellt wurde,
sondern auch das wunderbar übereinstimmende Netz aus
Regie (Paul Verhoeven), Skript (Joe Eszterhas), Kamera
(Jan de Bont), Musik (Jerry Goldsmith) und natürlich der
Schauspieler.
Die damals noch unbekannte Sharon Stone wurde mit dieser
Rolle über Nacht zum Star, und erbrachte mit ihrer Darstellung als eiskalter "Femme Fatale" ihre überzeugendste und beste Leistung.
Die Autorin Catherine Tramell, die in Verdacht gerät,
einen ihrer Liebhaber mit einem Eispickel kaltblütig ermordet
zu haben, wird von Detective Nick Curren (sehr gut von Michael
Douglas verköpert) beschattet, der sich von ihr verführen lässt
und in ihren Bann gerät, was sich auch auf sein privates und
dienstiches Umfeld bedrohlich auswirkt...
Die Darsteller sind auch bis in die Nebenrollen passend
besetzt z. B. Jeanne Tripplehorn als Psychotherapeutin und
ehemalige Geliebte von Nick Curren.
Paul Verhoeven, der dank seiner durchschlagenden Erfolge in
Hollywood ( u.a. Robocop, Total Recall) einen vergleichsweise
hohen Einfluss hat, ist einer der wenigen Regisseure, der
seinen Stil und seine Visionen so beibehalten und umsetzen
kann, ohne Kompromisse und Zensur seitens der Produzenten
ausgesetzt zu sein. Die Themen bzw. Szeanarien werden so
aufgezeigt, wie sie auch in der Realität sind, d. h. es werden
bestimmte Dinge nicht beschönigt oder nur angedeutet.
"Basic Instinct" beinhaltet viele verschiedene und markante
Charaktere, die aufgrund der realistischen Inszenierung sehr
treffend und ausgeprägt erscheinen, was für eine Story , die mit
vielen Twists, Überraschungsmomenten und Suspense
durchzogen ist, ein wichtiger Punkt ist.
Aber auch Gewalt in mehrerlei Form (Sex, physische und
psychische Gewalt), sowie Emotionen und Wesensver-
änderungen (besonders gut in der Figur von Detective
Nick Curran zu erkennen) werden den Charakteren
dementsprechend zugeteilt.
Der Film ist von der Machart her in jeder Hinsicht sehr
professionell, die Actionszenen, die Handlung und die
Erotik sind sehr ausgewogen und spannend inszeniert.
"Basic Instinct" hat vieles, was einen ansprechenden,
überzeugenden und sehr bemerkenswerten Film ausmacht:
grossartige Schauspieler, ein talentierter (unabhängiger)
Regisseur, stimmungsvolle und athmospärische Bilder
und Musik, eine interessante, spannende Story.
Was aber dieser Film noch, oder besser gesagt nicht hat,
ist: Er haltet sich nicht oder nur sehr bedingt an die Regeln
Hollywoods: Trotz der Proteste der Homosexuellen und
der offenen und provokanten Art der Sexualdarstellungen
wurde der Film nicht geändert oder geschnitten.
Wie so manch anderer Film von Paul Verhoeven wurde auch
"Basic Instinct" als gewaltverherrlichend und unmoralisch
kritisiert, aber auf was es doch schliesslich ankommt, ist,
das ein Film unterhalten und Spass machen soll, mehr nicht,
und dieses Kriterium erfüllt dieser Film in höchstem Maße!
Der Film erhält von mir die Bestwertung, da er auch nach
mehrmaligen Ansehen immer wieder aufs neue beeindruckt
und einer der gelungensten Filme der 90er ist.
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