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Basic Instinct (1992)
Eine Kritik von Ebert (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 16.06.2004, seitdem 1340 Mal gelesen
Basic Instinct schockt sofort am Anfang an: ein bumsenden Pärchen, sie sticht ihn fröhlich mit dem Eispickel ab, das sind Sexszenen, die nicht zum Kopulieren animieren. Doch Basic Instinct ist, trotz schwer anmutender Erotik-Einlagen (Jeanne Tripplehorn wird u.a. kräftig von hinten beritten) ein Thriller, dessen Sinn mir immer noch nicht deutlich ist.
Nur eines fällt mir ein: lauf deinem Schwanz nicht zu stark hinterher, sonst geht’s schief. Zwar besitzt Basic Instinct eine gute Story, in dem ein Katz-und Mausspiel das Gemüt erfreut, kriegsgeschädigter Regisseur Paul Verhoeven (bekannt durch Brutalo-Orgien wie Flesh and Blood, Robocop) vermischt Sex und Gewalt, und will somit auch den niedrigsten Zuschauer anlocken.
Denn es geht hier nicht, wie ein Rezensent im SPIEGEL schrieb, um den Abgesang auf die Sexualität. Derartige Redakteure probieren immer, aus allem Dreck ein psychologisches Problem zu machen. Das täte dem Film zu viel Ehre an. Vielmehr soll der Zuschauer, unter anderem vor allem Männer, die wahrscheinlich beim Gedanken an "gefährlichen Sex" geil werden, der Spiegel vorgehalten werden.
Sharon Stone darf ihre Scham zeigen, der fette George Dzundza (oder wie auch immer) darf fluchen und wird fröhlich im Lift erstochen, und Michael Douglas darf wie ein wildes Tier Brutalo-Sex mit Jeanne Tripperhorn haben, eine Szene, die nur noch zum Lachen reizt.
Douglas verkörpert dennoch sehr gut einen Cop, der gleichzeitig geil ist, aber auch Angst hat. Und er vögelt munter drauflos, verliert seine Kontrolle, und schlittert in eine Affäre mit einer Verdächtigen. Das Ende sei nicht verraten, nur so viel: er wird beim Pompeln nicht ermordet.
Die Message dieses Schlockers ist mir nicht ganz klar, wie gesagt. Eine Fortsetzung ist geplant, doch Sharon Stone will nicht wieder ihre Scham zeigen. Es war auch zu viel des Guten.
Fazit: Vermischung von Sex und Gewalt, plus eine extra Portion Schambein. Sharon Stone spielt den mordenden Vamp prima, dennoch wird man nicht geil. Billige Sprache (Ficken) und Michael Douglas als Deckhengst machen den Film nicht besser.
Ich rate ab.
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