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Omen, Das (2006)
Eine Kritik von Grüne Spritze (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 11.06.2006, seitdem 374 Mal gelesen
Auf jedes gute Horror-Remake kommen zehn belanglose oder gar schlechte. Der gehypte Neuaufguss des Okkultklassikers gehört jedenfalls nicht zur ersten Kategorie. Kann er auch gar nicht, da er der Thematik keinerlei neue Aspekte abgewinnen kann. Schlimmer noch, dieses Remake folgt exakt dem Handlungsablauf des Originals, und sogar die Dialoge sind häufig identisch. Es ist auch nicht so wie bei „The Hills Have Eyes“, wo das Remake das inzwischen etwas verstaubte und behäbige Original modernisierte und mit höherem Tempo an heutige Sehgewohnheiten anpasste. Nein, die 2006er-Variante des Omens ist zu 99% der genau gleiche Film nur mit anderen Darstellern und von daher ziemlich überflüssig.
Natürlich gibt es, wie heutzutage üblich, ein paar selbstzweckhafte „Fake-Schocks“ mehr, um den Zuschauer mit lauten Soundeffekten ein bisschen zu erschrecken. Die beunruhigende Atmosphäre und den auch heutzutage noch hohen Spannungsgrad des Originals vermisst man dagegen fast gänzlich. Immerhin kann der neue Damien-Darsteller ziemlich diabolisch gucken, und Mia Farrow ist als sein Kindermädchen fast besser als die Darstellerin im Original, etwas, was sich von Liev Schreiber und Julia Stiles als Eltern freilich nicht behaupten lässt. Ein kompletter Schuss in den Ofen ist der Film trotzdem nicht, da er recht routiniert inszeniert wurde und sich im Vergleich zum hirnlosen „Exorzist“-Prequel (zumindest der Harlin-Version, die von Schrader habe ich bisher nicht gesehen) noch ganz passabel aus der Affäre zieht. 5/10
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