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Omen, Das (2006)

Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 26.06.2006, seitdem 482 Mal gelesen


Nicht jedes Remake ist ein Reinfall, wie u.a. letzthin das "Texas Chainsaw Massacre" zeigte. Zwar bot erwartungsgemäß auch Michael Bays Interpretation des Kettensägentreibens inhaltlich keine echten Innovationen, dafür konnte es jedoch mit knackigen Teeniedarstellern und schicker Inszenierung punkten.

Doch nun zum Wesentlichen: Am 6.6. um 6 Uhr morgens ist er also geboren und mittlerweile zum Knaben herangereift, des Teufels Sohn, der Antichrist! Höchste Zeit, die Menschheit vor dem drohenden Untergang zu bewahren...

John Moores Neuauflage von "Das Omen" jedoch vermag im Gegensatz zum aktuellen "TCM" leider auch in seinen Schauwerten nicht nennenswert zu punkten. Stattdessen bekommt der Zuschauer eine quasi 1:1 Adaption des Originals präsentiert, in welcher man Veränderungen schon mit der Lupe suchen muss.
Wer demzufolge das Original kennt, kann sich eigentlich nur langweilen.
Technisch geht der Film zwar soweit in Ordnung, bietet jedoch andererseits keinerlei Reize, die ihn irgendwie über das geniale Original heben würden. Im Gegenteil sogar: Einige wenige Szenen wirken jetzt überzogen, bisweilen auch leicht kitschig. Ob man schliesslich in den wenigen Goreszenen etwas mehr Blut braucht als in der Vorlage, sei jedem selbst überlassen. Für mich persönlich ergibt sich da eine Pattsituation zwischen altem und neuem Anzug. Während die berühmte Aufspiess-Szene im Original stimmiger geraten ist, so verdient sich die ebenfalls berühmt-berüchtigte Jerusalemer-Köpfung in der Neuauflage eine positiv-blutige Erwähnung. Da kann das Orginal nicht ganz mithalten.

Vermag der Film zumindest alte Hasen nicht wirklich mitzureissen, so vermögen es die Darsteller erst recht nicht. Liev Schreiber in der Rolle des Vaters spielt zwar solide, bleibt aber ebenso wie die meisten anderen Akteure eher blass. Außer dem Kampfhund (und dessen sprichwörtlichen Abgang) gibt es schlicht keine Sympathieträger. Richtig schlecht gibt sich gar die Besetzung des todgeweihten Paters, womit der durchwachsene Gesamteindruck einzig noch durch "Antichrist Damien" Seamus Davey-Fitzpatrick ein wenig ins Positive korrigiert wird. Hier hat man einen hoffnungsvollen Jungdarsteller gefunden, der hübsch böse dreinblicken kann (wenn auch ab und an etwas übertrieben oft).

Fazit: Ich hab ja nichts gegen Remakes aber dieses hier ist wirklich überflüssig wie ein Kropf. Zielgruppe ist ganz klar das jungendliche Publikum von heute, das das atmosphärische Original kaum kennen dürfte. Besagte Klientel dürften auch durchaus zufriedengestellt werden...


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