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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (2006)
Eine Kritik von Hana B. (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 30.07.2006, seitdem 354 Mal gelesen
Jack is back!
Das folgende Review enthält spoiler!
Captain Jack Sparrow und seine Black Pearl crew sind zurück. Regisseur Gore Verbinski hat den Zweiten Teil seiner Piraten Trilogie in die Schlacht geschmissen und hat in den USA alle Rekorde gebrochen. Doch hat der Film aus den Fehlern des Vorgängers gelernt?
Leider muss ich diese Frage mit nein beantworten. Die größten Schwächen des Ersten Teils waren für mich der zu geringe Tiefgang der Story und der übertriebene Humor der wenn er nicht von Captain Jack Sparrow kam oftmals zu albern war. Dabei fing es gut an. Die sehr bedrückende Eröffnungsequenz hat mir sehr gut gefallen. Doch nach und nach nimmt diese ernsthaftigkeit immer mehr ab. Nicht das ich den Humor nicht witzig finde, aber er nimmt dem Film schon ein wenig von der doch guten Atmosphäre.
Eine Weiterentwicklung der Geschichte und den Charakteren ist nun endlich vorhanden, auch wenn sich das erst spät bemerkbar macht. Fast die ganze Erste Stunde erfährt man kaum etwas neues und so bleibt das einzige Highlight dieser Ersten Stunde die guten Effekte auf der Kanibalen Insel. Doch dann geht es langsam los. Man erfährt einiges mehr über Jack Sparrow und seine kleinen Problemchen mit dem wohl fiesesten aller Piraten Davy Jones. Auch will Turner der für mich im letzten Teil eher eine Nebenrolle war blüht endlich auf. Doch diese Geschehnisse sind mir immer noch zu wenig für eine Trilogie mit einem erfoderlichen Tiefgang. Zwar sind die 150 Minuten mal wieder super schnell vorbei gegangen, doch irgendwie bin ich aus dem Zweiten Teil nicht so wirklich schlau geworden. Ein bisschen verworren kam mir die Geschichte manchmal rüber weil man sich Anfangs zu sehr und zu lange an Effektspielerein aufgehalten hat und somit die Geschichte vernachlässigt hat. Nun haben wir so viele Hauptpersonen (Will Turner, Jack Sparrow, Wills Vater Bootstrap Bill, Davy Jones und sogar Barbossa) doch so richtig befasst hat man sich mit keiner dieser Personen. Keira Knightley als Elisabeth Swann hat diesesmal eine eher unbedeutende Rolle. Spannend wird es aber dennoch. Unzwar nimmt der Film in den letzten 30 minuten endlich eine Form an.
Die Aufmachung, Effekte und Schauspieler sind wie auch im letzten Teil top. Neben Johnny Depp konnte mich nun auch endlich Orlando Bloom überzeugen dessen Charakter zwar nicht an Jack Sparrow heranreicht aber nun endlich mal Action zeigt. Und auch ein würdiger Bösewicht ist nach der brilianten Vorstellung von Geoffrey Rush als Barbossa wieder dabei. Der großartige Bill Nighy spielt den fiesen Amphibien Piraten Davy Jones der bei seinen Gefangenen nicht lange fackelt und viel böser ist als sein Vorgänger Barbossa.
Fluch der Karibik 2 kommt ein wenig düsterer rüber was besonders an Davy Jones und seiner Crew liegt. Fand ich im letzten Teil die untoten Piraten noch eher witzig sind die Amphibien Piraten um einiges furchteinflößender. Auch der Härtegrad ist gestiegen denn es müssen in diesem Teil einige Unschuldige dran glauben. Überhaubt finde ich das kein Charakter eine wahre Vorbildfunktion in diesem Film hat da fast jeder egoistisch handelt. Das war für mich zwar etwas ungewohnt aber durchaus mal was anderes.
Wer sich das Ende nicht versauen will sollte diesen Text überspingen falls er den Film noch nicht gesehen hat.
Das absolute Highlight war für mich das Ende. Natürlich musste ich erstmal 5 Minuten klar kommen das der Film tatsächlich zuende ist, doch als ich realisiert habe das der Film tatsächlich vorbei ist bin ich heiß auf Teil 3 geworden. Das am Schluss tatsächlich noch ein Barbossa die Stufen hinunter steigt und in einem saftigen Apfel beißt und eine Bemerkung über sein Schiff macht ist für mich jetzt schon Kult. Genau ab diesem moment dachte ich mir das der eigentliche Fluch der Karibik 2 erst nächstes Jahr in die Kinos kommt.
Fazit (Spoilerfrei):
Für mich war Pirates Of The Caribbean: Dead Man`s Chest viel mehr ein großer Vorgeschmack auf das was uns in Teil 3 erwarten wird. Das plötzliche Ende hat sehr an das der Matrix Trilogie erinnert.
Trotz meiner vielen Kritikpunkte habe ich den Film aber doch genossen und das obwohl ich das Mainstream Kino schon lange nicht mehr sehenswert finde. Johnny Depp war wieder überragend, die Kulissen und Effekte wieder absolut genial und ein paar überraschende Wendungen gibts auch noch. Allerdings hätte ich ein wenig mehr erwartet. Aus vielen Fehlern hat Gore Verbinski leider nichts gelernt und so muss man nun leider auf Teil 3 warten um eine entgültige Bewertung abgeben zu können. Ein Must See in diesem Jahr ist der Film allemal.
Ich finde übrigens das Teil 1 und 2 sich nichts schenken. Curse Of The Black Pearl fand ich nur ein wenig besser. Bei dem Dritten Teil will ich aber nun endlich von Anfang an so eine Spannung haben wie in den letzten 30 Minuten des Zweiten Teils. Bin ja mal gespannt ob uns Jerry Bruckheimer und Gore Verbinski mit Teil 3 das nun entgültige Highlight der Trilogie servieren werden. Falls das nicht der Fall ist landet die ganze Trilogie in dem Spind von Davy Jones ;-)
Hana Bi der zwar begeistert aber immer noch nicht ganz überzeugt ist. Vorläufige Wertung 8/10 (Mit einer Tendenz nach Oben).
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