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Pirates of the Caribbean - Fluch der Karibik 2 (2006)
Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 09.02.2009, seitdem 346 Mal gelesen
Der enorme Erfolg des eigentlich als Einzelfilm erdachten Films „Fluch der Karibik“ machte eine Fortsetzung unumgänglich. Daher wurde das gleiche Team erneut zusammengetrommelt und eine Story erdacht, die eine abgeschlossene Trilogie ermöglicht. Dabei stellt „Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2“ (wieso diesmal eigentlich auf Englisch?) den Anfang des back to back mit Teil 3 gedrehten Piratenabenteuers dar.
Erneut sitzt Elizabeth in der Patsche. Auf sie und Will wartet der Strick, es sei denn Will schafft es Jack Sparrow (Captain wohlgemerkt!) seinen magischen Kompass abzuschwatzen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Jack hat mal wieder selbst eigene Probleme und muss versuchen Davy Jones, Captain der Flying Dutchman, zu entkommen, um nicht ein Leben als Mitglied seiner verdammten Crew zu fristen. Daher muss er versuchen eine Truhe zu finden in welcher das Herz von Davy Jones versteckt ist. Wer das Herz besitzt, kontrolliert Davy. Kein Wunder also, dass es noch weitere Interessenten gibt.
Wie schon beim Erstling ist auch in der Fortsetzung alles richtig gemacht worden. Sehr schön und dazu noch relativ glaubwürdig wird die Geschichte des Vorgängers weitererzählt. Klar natürlich, dass alle bekannten und vor allem beliebten Figuren wieder mit dabei sind. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf Jack, der erneut genial von Johnny Depp verkörpert wird und mit seiner tollen Körpersprache für einige gute Lacher sorgt. Und auch wenn er ein hinterhältiges Schlitzohr ist, muss man ihn einfach mögen.
Neben sehr sehenswerten Schauplätzen kann vor allem die technische Seite des Films überzeugen. Vor allem das animierte Tintenfisch-Gesicht Davy Jones sieht phänomenal aus. Aber auch die übrigen Effekte können sich sehen lassen und sind kaum als solche zu erkennen. Ein weiterer Pluspunkt des Films sind neue Schauwerte, die man so garantiert noch nicht gesehen hat. So kann man sich an einer genialen Flucht von einer Kannibalen Insel oder einem Schwertkampf auf einem Mühlenrad erfreuen. Beides sind perfekte Beispiele wie Humor und Action zusammenarbeiten können.
Mit Davy Jones ist obendrein ein ebenbürtiger Bösewicht zu Captain Barbossa gefunden worden. Herrlich fies gespielt von Bill Nighy, mimt er den herzlosen Captain, der nach seiner verlorenen Liebe sein Dasein ohne Liebe und Wärme fristet. Orlando Bloom und Keira Knightley spielen diesmal nicht ganz so blass wie im Vorgänger, können aber in Hinblick auf Depps Glanzleistung auch hier nur den Kürzeren ziehen.
Trotz der enormen Spielzeit weist der Film wenig Längen auf und lediglich die Tatsache das auf Teufel komm raus auf eine Zweiteiler hingearbeitet wurde rüttelt etwas am Erscheinungsbild. Vor allem da der Film mit einem richtig gemeinen Cliffhanger endet und man als Zuschauer erstmal im Regen steht. Marketingtechnisch natürlich ein Geniestreich.
Fazit: Tolle Fortsetzung eines tollen Films. Wer einen wirklich gut gemachten Film mit Humor, Action und etwas Romantik sehen möchte, der ist hier goldrichtig.
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