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Donnie Darko (2001)

Eine Kritik von Revok (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 01.06.2005, seitdem 2015 Mal gelesen


Nach den guten Reviews, die man hier so über "Donnie Darko" liest, dachte ich mir, kaufste dir das Ding einfach mal und kuckst dann... Tja, Flöte gepfiffen....

Das Gute zu erst: Das Hasenkostüm ist ganz nett gemacht und die Begegnungen mit Frank, dem Hasen, sind einigermaßen atmosphärisch, vorallem durch die Sounds im Hintergrund. Das wars aber dann auch schon, was man Positives über "Donnie Darko" sagen kann.

Jetzt das Schlechte, was wohl eindutig überwiegt:
Wo dieser Film besonders intelligent und einfallsreich sein soll, ist mir völlig schleierhaft. Die Dialoge, die Charaktere und die Story sind allesamt entweder sehr klischeehaft oder aus anderen Filmen geklaut bzw. es wurde versucht, einem Vorbild nachzueifern (die Briefkastenoma) , wobei ich vorallem an David Lynch denke. Natürlich ohne Erfolg.
Diesen auf dem Backcover zu erwähnen, ist ja schon eine Beleidigung für den Meister, aber sich sogar noch damit zu rühmen, fast die selbe Klasse zu haben, wie dessen Filme ist eine glatte Frechheit. Wenn dann noch Sprüche fallen wie "Jetzt schon Kult", hätten eigentlich bei mir die Alarmglocken gehen müssen - welcher wirkliche Kultfilme behauptet das schon bei der ersten Veröffentlichung auf DVD und bei dem jungen Alter? Albern.

Die Schauspieler agieren absolut nicht überzeugend und wenn Jake Gyllenhaal dann lassziv verstört in die Kamera kuckt und versucht auszusehen, wie ein Psycho, dann muss man sich echt das Lachen verkneifen, so lächerlich wirkt das ganze. Durch seine schlechten Leistungen wirkt dann auch der ganze Charakter Donnie Darko unglaubwürdig und unsympathisch, so dass es mir wirklich völlig egal war, was nun am Ende mit dem Typ passiert. Genauso mit allen anderen Charakteren.

Einen weiteren Minuspunkt gibt es für den komischen Humor im Film, der an fast allen Stellen aber auch so gar nicht passt. Ausser an der "Sie sind der verdammte Antichrist"-Stelle hatten die Lachmuskeln wirklich durchgehend Pause.

Seltsam finde ich, dass Leute meinen, sie hätten hier einen echten Underground-Lowbudget-Film am Start und nur echte Filmliebhaber und Freaks würden ihn kennen und schätzen. Aha. 4 Millionen Dollar sind ja echt ein total niedriges Budget. Und wenn ich mir dann den Hochglanz-American-Pie-Look des Films ansehe und schließlich noch feststelle, dass der Film von 20th Century Fox produziert wurde und in den USA auch von Fox auf DVD vertrieben wird, frage ich mich, wie man auf die Idee kommt, so etwas zu behaupten. Und Underground nenne ich das nicht grade, wenn der Film in der Videothek die halbe Wand belegt....Naja.

Und ich Idiot kauf mir auch noch gleich die Tin-Box für 15 Euro. Oh Mann. Das Ding ist keine 5 wert, obwohl ich McOne sonst sehr schätze für ihre übrigen Releases (z.B. "Cypher").

Fazit: Völlig überbewerter pseudo-intelligenter Film, der bis auf die nette Idee mit dem Hasenkostüm und ein paar guten Soundeffekten nichts zu bieten hat. 3/10


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