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Host, The (2006)
Eine Kritik von igore (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 13.01.2007, seitdem 1063 Mal gelesen
Im Han River, der durch Südkoreas 10-Millionenmetropole Seoul fließt, haust eine durch Chemikalien mutierte Riesenkaulquappe, die die Bewohner der Stadt attackiert.
Der leicht debil wirkende, auf jeden Fall aber immermüde Park Kang-du betreibt einen Verkaufsstand am Flussufer und muss mit ansehen wie seine Tochter vom Monster verschleppt wird. Zusammen mit seinem Vater und seinen Geschwistern macht er sich auf die Suche nach ihr in den weitverzweigten Kanalisationschächten. Als wäre dieses Unterfangen nicht bereits waghalsig genug, müssen sie dabei auch noch die Army fürchten, die einen durch das Monster verbreiteten Virus stoppen will.
Was Joon-ho Bong hier abliefert ist im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino. Spannend, tragisch, lustig und vor allem äußerst unterhaltsam über eine Laufzeit von 120 Minuten. Zwar gibt es kleinere Logikschwächen aber wer ernsthaft Realismus in einem Monsterfilm erwartet ist selber Schuld. Die CGI-Effekte sind größtenteils brauchbar, allerdings wäre in der Endsequenz vielleicht etwas weniger mehr gewesen.
"The Host" wartet mit politischen Seitenhieben auf die US-Außenpolitik (man tausche mal den Virus gegen die "Massenvernichtungswaffen" im Irak) auf und hält gleichzeitig die schwierige Balance zwischen Tragik und Komik. Beim obligatorischen US-Remake, Universal hat sich die Rechte gesichert, wird man sich also gleich in zweierlei Hinsicht auf Abstriche einstellen dürfen. Vor allem das großartige Ende des koreanischen Originals wird man dem US-Publikum in dieser Form sicher nicht zumuten.
8/10
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