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Host, The (2006)
Eine Kritik von png (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 08.03.2007, seitdem 416 Mal gelesen
Inzwischen sind auch die Asiaten ein kleines Stück abgerückt von ihrer modernen Schreckensikone, dem bleichen Gör mit den langen, fettigen Haaren. Koreanischer Horror präsentiert sich heute dennoch als das Kind, das gestern in den Brunnen gefallen ist. Hier wurde sich zu lange zu wenig bewegt, und interessante Film gibt es trotz einer immer noch erheblichen Zahl von Genreproduktionen kaum noch zu besehen. Bong Joon-Ho hat seinen GWOEMUL – THE HOST in lustige Corman-Parameter gesteckt. Fiese, skrupellose Ami-Mengeles entledigen sich hochtoxischer Chemieabfälle in den Han-River, in welchem das Teufelszeug ein paar Jahrzehnte dann absurde Genveränderung zeitigt – das heißt, es gibt Genveränderung an eigentlich nur einem Lebewesen, Dingens, festzustellen, aber das ist riesengroß und ziemlich hungrig. Diese Kreatur – ein grandiose Kreuzung aus Karpfen und Tyrannosaurus Rex – muss die Ausgeburt eines völlig durcheinandergeratenen SFX/CGI-Genies sein, und sie macht diesen Film beinahe schon ansehenswert. Das Vieh, und die unglaubliche Loser-Familie, die Bong dem Monster an die schleimenden Fersen heftet, addieren zu den hervorragenden Prämissen, die GWEOMUL vorzuweisen hat, und die dann – um so verwerflicher – nicht in einen vernünftig unterhaltenden Film umgesetzt werden. Bong verrührt das alles zu Quark. Er verliert seinen Faden zwischen Monsterkino, Komödie, Familiendrama und zunehmend unentrinnbarer Langeweile. Dazu erdreistet sich der Film, auch noch handfest und ganz Spaß bei Seite US-kritisch sein zu wollen.
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