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Django (1966)

Eine Kritik von Blade Runner (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 25.10.2001, seitdem 2427 Mal gelesen


Kultwestern mit Westernstar Franco Nero

Story:
Ein Mann stapft durch die Wüste, hinter sich zieht er einen Sarg her. Als er ein paar Männern über den Weg läuft die eine Frau foltern tötet er sie kurzerhand und reist mit der Frau in die Nahe statt. Dort legt er sich flux mit dem bösen Farmer an, der hilflose Mexikaner zum Spass tötet. Danach verbündet er sich mit einer mexikanischen Banditenbande um Gold aus einem Fort zu stehlen. Doch er alles dies geschieht nur zur persönlichen Bereicherung. Er hintergeht die Banditen, was sie jedoch rausbekommen. Nach Folter erwartet er die Mexikaner zum Showdown auf dem Friedhof.........
Dieser Film wurde mit ähnlicher Story wohl unzählige Male schlecht kopiert. Ein schweigsamer geheimnisvoller Unbekannter kommt in eine Stadt um die Bewohner vor den „Bösen“ zu befreien. Die Dialoge sind knapp gehalten. Geredet wird nur das nötigste. Allgegenwärtig ist dabei, die überlegten , teils zynischen Aussagen Djangos.

Musik:
Zwar gelang Corbucci in seinem Westernmeisterwerk nicht die tolle Musikuntermalung eines Leonewestern. Dafür fehlt ihm aber auch ein Ennio Morricone und ein größeres Budget. Jedoch ist der Djangotheme ein echter Ohrwurm.

Atmosphäre:
Dreckig und schmutzig ohne wirkliche Helden kommt der Film daher. Der einzige Mann, der einem ansatzweise sympathisch vorkommt ist der geheimnisvolle Django der mit dem Schiesseisen recht gut umgehen kann. Der Film ist sehr pessimistisch, so dass der Zuschauer förmlich nach einer Figur sucht an die er sich klammern kann. Die findet er in Django. Die Schiessereien sind für die Zeit und die damaligen Western solide, wenn auch blutarm. Die Bösen sind mal keine Indianer, dafür aber klischeebeladene mexikanische Banditen. Auch wenn der Film in keiner Weise mit Leones Western konkurrieren kann, hat er jedoch seinen eigenen kleinen Zauber.

Schauspieler:
Franco Nero spielt hier wohl die bekannteste Rolle seiner Karriere, die ihn auch Jahre später noch im Westerngenre festnagelte. Mit 3 Tage Bart und tiefsitzender Mütze zieht er schweigende mit dem Sarg durch die Gegend. Eine einfach tolle Darstellung die man fast mit einem Eastwood oder Bronson gleichsetzen kann. Selten gab es eine bessere Darstellung eines dreckigen egoistischen Helden, der aber auch Gutes im Schilde führt.

Fazit:
Der Western ist ein Klassiker, wer auf Sergio Leone steht, dem wird auch dieser Meilenstein gefallen.


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