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Borat - Kulturelle Lernung von Amerika um Benefiz für glorreiche Nation von Kasachstan zu machen (2006)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 11.03.2007, seitdem 352 Mal gelesen


Sacha Baron Cohen ist zurück. Nachdem er schon erfolgreich Ali G auf die große Leinwand gebracht hat, wurde nun Borat ausgewählt, um die Kinos unsicher zu machen. Auch Borat wurde aus „Da Ali G Show“ übernommen.

Borat kommt aus Kasachstan und soll im Auftrag der Regierung in die US und A reisen, um dort eine Dokumentation zu drehen. Dadurch sollen Erkenntnisse und Tipps gesammelt werden, die man in Kasachstan zum Erreichen eines besseren Lebensstils übernehmen könnte. Zusätzlich hat sich Borat aber auch noch das Ziel gesetzt Pamela Anderson zu ehelichen, nachdem er eine Folge Baywatch gesehen hat. Eine Reise quer durch die USA beginnt.

Die Auftritte von Borat in „Da Ali G Show“ gehören mit zu dem Lustigsten was ich bisher so im TV sehen durfte. Umso erfreuter war ich, als ich von dem Borat Film hörte. Doch nach Sichtung des Films muss ich feststellen, dass die TV Auftritte um einiges witziger daherkommen als der große Leinwandauftritt. Schuld daran ist zum einen die Rahmenhandlung, die Borat in seinen Interviews ziemlich einengt. Immerhin müssen die Interviews ja halbwegs zu der Hintergrundgeschichte passen. Außerdem entstehen dadurch einige arg gestellte Szenen wie z.B. der Kauf des Baywatch Heftes, der Bärenplot oder auch die Übernachtung bei den Juden. Zum anderen ist Borat in der Sendung teilweise noch schonungsloser in seinen Ausführungen und seinem Umgang mit den Leuten. Das soll nicht heißen, dass der Film nicht witzig ist, oder jetzt zimperlich mit den Leuten umgegangen wird. Der Film ist nur einfach eine Spur schlechter als die Serie. Es wirkt teilweise so, als wäre der Film aus den Resten der Serie entstanden und um eine Rahmenhandlung ergänzt worden.
Trotzdem dürfen sich auch hier wieder Juden (Cohen ist übrigens selbst Jude), Amerikaner, Zigeuner, Frauen und natürlich die Kasachen anschnallen. Denn was Borat so loslässt ist schon harter Tobak und sicherlich nicht jedermanns Geschmack.
Man sollte das Gezeigte nicht wirklich ernst nehmen. Auch versucht Cohen in meinen Augen nicht Dinge anzuprangern, wie z.B. Moore, sondern will einfach nur Unterhalten. Cohen kommentiert das Gezeigte nicht, was in meinen Augen auch noch deutlicher macht, dass man es hier nur mit Spaß zu tun hat. Dabei spielt er schön mit den Klischees, die man so von Amerikanern hat und bekräftigt diese teilweise sogar. Es ist schon erstaunlich was einige Leute so für Schwachsinn in eine Kamera labern. Hier und da gibt es auch etwas Slapstick, als sich z.B. Borat mit seinem Produzenten nackt prügelt und die beiden dabei immer wieder in die ein oder andere Sexstellung abdriften.

Mir hat der Film jedenfalls gefallen. Nicht so gut wie die Serie, aber immer noch schwer unterhaltsam. Völlig unverständlich ist mal wieder das Vorgehen, dass einige saukomische Interviews nur als deleted scene vorzufinden sind.


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