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Score, The (2001)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 26.12.2004, seitdem 489 Mal gelesen
Drei Top-Schauspieler aus drei verschiedenen Generation zusammenzubringen, das ist der Verdienst von „The Score“ – leider ist das Endergebnis bei weitem nicht so überragend wie die Besetzung.
Nick Wells (Robert De Niro) ist ein Meisterdieb, wenn auch ein alternder. Doch er hat das Geschäft bisher immer unbeschadet überstanden – nicht zuletzt, weil er sich eisern an einen Grundsatz hält: Nie ein Ding in seiner Heimatstadt Montréal drehen. Nick merkt, dass es Zeit wird aufzuhören, als er bei einem Einbruch beinahe auffliegt und sein Hehler Max (Marlon Brando) die Ware doch nicht absetzen kann. De Niro macht sich mal wieder gewohnt gut in der Unterweltrolle, wobei ihn der anfängliche Bruch direkt als Profi darstellt – wie üblich bei seinen Rollen.
Max hat einen neuen Job für Nick – allerdings direkt in Montréal, weshalb dieser ablehnt. Auch die Tatsache, dass Max einen Mann im Zielobjekt hat, beeindruckt ihn wenig. Erst sein Zusammentreffen mit Jack Teller (Edward Norton), dem Spitzel im Zollgebäude, kann ihn etwas beeindrucken, denn dieser spielt sehr überzeugend einen geistig Zurückgebliebenen. Damit wäre auch Edward Norton in seiner üblichen Rolle zu sehen – als Mann mit zwei Gesichtern, auch wenn hier sofort von Anfang an klar ist, welches das wahre und welches das falsche davon ist.
Schließlich lässt sich Nick dann doch von seinen beiden Partners in Crime breitschlagen – allerdings unter dem Vorbehalt die Befehlsgewalt zu haben. So plant er raffinierten Einbruch, um den gewünschten Gegenstand, ein wertvolles Zepter, aus dem Zollgebäude zu klauen. Doch bald tauchen erste Schwierigkeiten auf…
„The Score“ ist ein klassisches caper movie und als solches funktioniert er auch. Was leider nicht so gelungen ist, ist das Drumherum um Planung und Durchführung des zentralen Coups. Denn die Beziehung zwischen Nick und seiner Flamme Diane (Angela Bassett) versprüht wenig Pep und auch Max als Verkörperung der Geschichte vom alternden, absteigenden Gangster mag nur teilweise berühren. So bremst sich „The Score“ in genau jenen Momenten etwas aus und man wartet darauf, dass es mit dem Coup weitergeht.
In diesem Punkt gibt es die meiste Zeit nichts auszusetzen, denn „The Score“ beherzigt die Genrespielregeln. Es treten unerwartete Schwierigkeiten auf und man muss immer überlegen, wie man sie fantasievoll umgeht. Dabei tun sich überzeugende Wendungen auf und die Spannung bleibt konstant auf solidem Niveau. Auch ein paar nette Gags (z.B. der helfende Computernerd) kann „The Score“ hier verbuchen, die dem Film Charme geben.
Zum Ende hin kommt dann das Übliche: Noch mehr unerwartete Schwierigkeiten in letzter Minute und auch untereinander kommt die Frage auf, ob man seinen Mittätern noch so recht trauen kann oder ob diese einen dann schlussendlich doch noch übers Ohr hauen wollen. Dabei steigt das Tempo und die Spannung erreicht noch mal einen Höhepunkt, aber der finale Gag kommt etwas zu simpel daher und kurz darauf ist der Film abrupt zu Ende.
Schauspielerisch gibt es wenig zu motzen, vor allem bei den drei Hauptdarstellern. Brando ist zwar von seiner Leistung in „Der Pate“ weit entfernt, aber macht immer noch einen guten Job, Robert De Niro als krimineller Profi liefert eine gewohnt klasse Leistung ab, aber es ist mal wieder Edward Norton, der vom Hocker haut. Seine Wandlungsfähigkeit zeigt sich mal wieder deutlich. Daneben bleibt Angela Bassett etwas dröge, aber das könnte auch an ihrer nicht so besonders prickelnden Rolle liegen. Die Nebendarsteller sind ganz gut, aber nicht herausragend.
So bleibt unterm Strich ein nettes caper movie mit toller Besetzung, nur leider bleibt der Film abseits seines Diebstahlplots wenig packend.
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