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Score, The (2001)

Eine Kritik von JahRose (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 14.12.2006, seitdem 258 Mal gelesen


Vordergründig ist Nick (Robert De Niro) Bar und Restaurantbesitzer, aber seine wahre Leidenschaft gilt seinem eigentlichen Job. Er ist ein versierter Profi, wenn es um schwere Einbrüche geht. Doch obwohl Nick immer noch im Saft steht, denkt er dran aufzuhören. Er möchte seinen Lebensabend mit seiner Herzensdame Diane (gespielt von Angela Bassett) verbringen. Aber Max (Marlon Brando), der als Mann im Hintergrund fungiert, möchte Nick noch einmal zu einem letzten Coup überreden. Es fällt Max schwer Nick zu überzeugen, da er ihm auch Jack (Edward Norton) als Partner an die Seite stellt. Nach langem hin und her nimmt Nick den Job an, allerdings soll dies definitiv sein Letzter werden.

Kritik:
Die Story bietet keine gute Voraussetzung für einen guten Film. Sie ist relativ einfach und das Drehbuch nicht grad einfallsreich. Also dem entsprechend ein Film, der eher von den Schauspielern lebt. Aber die Spielfreude der Stars lässt größtenteils zu wünschen übrig

In dem Film vertreten sind drei Generationen von Schauspielern, die bereits Kultstatus haben. Natürlich genießen Marlon Brando und Robert De Niro mehr Kultstatus als Edward Norton. Jedoch verkörpert De Niro den Sicherheitsfanatiker Nick dermaßen leidenschaftslos, dass man schnell den Eindruck bekommt er sei von der Rolle und dem Drehbuch gelangweilt. Er spielt zwar nicht schlecht aber auch nicht gut genug. Immerhin handelt es sich hierbei um Robert De Niro, der deutlich mehr kann, als das er in „The Score“ zeigt. Edward Norton verleiht seiner Rolle am meisten Glaubwürdigkeit. Das merkt man speziell am Ende des Films, wenn Jack seine Boshaftigkeit enthüllt.

Das Thema Marlon Brando ist ein Thema für sich. Es war sicherlich verlockend Marlon Brando noch mal vor die Kamera zu holen. Denn Marlon Brando ist eine Ikone des Films. Allerdings wenn man es genauer betrachtet, hat Brando schon sehr lange keine richtig gute Leistung vor der Kamera gezeigt. Brando ist vor allem zur Ikone geworden, dank seiner alten Filme in vergangenen Tagen wie z.B. der Pate, Apocalypse Now, Die Faust im Nacken, Ein Mann wird gejagt und vielen anderen Glanzleistungen in seiner Karriere. In diesem Film ist Marlon Brando keineswegs ein Gewinn, sondern eher anstrengend. Jeder andere Schauspieler wäre rausgeflogen, zumal Marlon Brando sich zuerst weigerte seinen Text zu merken. Er wollte es wie in seinen letzten Filmen machen, dass er während des Drehs einen Knopf im Ohr trägt und seinen Text zugeflüstert bekommt. Weiter verlangte Brando, dass er nicht Unterhalb des Oberkörpers gefilmt wird. Um dies durchzusetzen erschien Brando einige Male nackt am Set was angeblich für Empörung bei Robert De Niro sorgte.

Da Regisseur Frank Oz bei Brando auf Granit stoß, bekam Marlon Brando seine Instruktionen fortan nicht mehr von ihm selbst, sondern von De Niro. Angeblich soll Brando Frank Oz spöttischerweise nur noch Miss Piggy genannt haben (Frank Oz arbeitete für Muppet Show Erfinder Jim Henson und schuf unter anderem auch Miss Piggy).

Nebendarstellerin Angela Bassett, erscheint einzig und allein als Nicks Freundin und kann keine Akzente setzen.

Fazit:
Ein flüchtiger Film, der für einen gemütlichen Sonntagabend allemal gut und auch sehenswert ist aber nicht einer, den man nicht unbedingt gespannt verfolgt. Denn selbst wenn jemand dazwischen redet, fühlt man sich nicht wirklich gestört. Weder ist eine Szene wirklich stark genug (wie z.B. bei dem Film Old Boy, wo der Hauptdarsteller Min Sik Choi einen lebenden Tintenfisch verspeist) noch ist eine Textzeile richtig interessant (wie z.B. bei dem Film Wag The Dog, wo Dustin Hoffman jede Krise mit dem Satz „This is Nothing“ runterspielt).


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