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Crank (2006)
Eine Kritik von DasGrendel (Bewertung des Films: 10/10) eingetragen am 29.09.2006, seitdem 629 Mal gelesen
Hai Leute!
Gestern Kinotag, saumiese Stimmung gehabt und bin von meinem besten Freund überredet worden einfach mitzukommen.
Jason Statham ist immer mal wieder für Unterhaltung gut, zumal sein Transporter ja schon Legendencharakter hat. Dies soll nun nicht überbewertet werden, es sind keine cineastischen Meilensteine in seiner Filmographie zu finden, aber unterhaltsam waren sie doch allemal.
Eines muss natürlich vorab geklärt werden, wer diesen Film mit ernster Grundeinstellung erleben will, und dann auch noch Physik Grundkurs 1 +2 anwenden möchte, der wird enttäuscht werden. Hier wird zwar nicht durch Wände gegangen, aber eine grundlegend offene Einstellung zu dem Thema Realität schadet nicht, eher im Gegenteil. Dies wurde nun geklärt.
Der Film fängt mit Tempo an, er macht mit Tempo weiter und hört sehr temporeich auf, ich sage da nur freier Fall.
Die Story ist ja schon bekannt und somit kann ich gleich zur Kritik schreiten.
Meiner Meinung nach wurden einige Stilmittel aus anderen Filmen übernommen, kann man auch klauen nennen, aber so schrecklich finde ich das nun wieder auch nicht, immerhin erfindet hier keiner das Rad neu. Ich werde da nicht näher drauf eingehen, ausser das alle Mittel sehr cool und gut eingesetzt wurden, oftmals kann man sich einen Lacher nicht verkneifen, geradezu brechen sie aus einem heraus. Die ganze Zusammenstellung des Films ist exzellent, zu keinem Moment habe ich mich schlecht gefühlt oder auch nur den Kopf geschüttelt. Und bezüglich Tempo muss ich sagen, kenne ich keinen Film der in der gemessenen kurzen Zeit so unterhalten konnte, und es einem vorkam als wären es zwei Stunden, oder drei, oder auch nur eine einzige, ein extrem intensives Filmerlebnis.
Die Ideen wie sich Chev Chelios alias Jason Statham über den Film das Leben bewahrt sind einfach grandios, und oftmals gar nicht zimperlich. Ein absoluter Spaß ist die Anwendung von künstlichem Adrenalin und der kurzen Überlegungsphase wie die Dosierung nun wirklich hätte sein sollen. Und genau darum geht es in diesem Film auch, um den Hauptdarsteller. Man hat hauptsächlich ihn im Blick, folgt seinen Taten und seinen Gedankengängen. Dabei bleiben natürlich die anderen Charaktere sehr blass, auch wenn sein vermeintlicher Erzfeind sich am ehesten im Scheinwerferlicht suhlen darf, und das tut er in sehr jähzorniger Weise. Nach und nach werden die Zusammenhänge erklärt, welchen Job Chev wirklich hat, wer die anderen sind und was eigentlich dahinter steckt. Aber Monologe werden hier nicht gehalten, es wird wahrlich nur unterhalten. Und genaugenommen vermisst man die Charakterstudie der anderen Darsteller keinen Meter.
Eve (Amy Smart), für die er viel aufgeben will, wirkt eher wie eine zugedröhnte Esoteriktante mit Hang zu sehr reizender Unterwäsche, aber wirklich interessant, auch wenn es chauvinistisch klingt, ist sie nur in Chinatown.
Man kann da gut und gerne behaupten der Film ist auf Jason Statham zugeschnitten und macht generell einen Heidenspaß. Ein absolutes Kinoerlebnis und augenblicklich bin ich der festen Meinung, dass dieser Film in einer DVD Sammlung nicht fehlen darf, schon gar nicht, weil man ihn dann auch mal im Original schauen kann.
Als Actionfilm kann man nicht an ihm mäkeln, auch wenn Projektile an einem Auto keine Funken verursachen. 9/10
Als neuartiger DynamoActioner setzt er Maßstäbe. 10/10
Simplerweise nehme ich als letztes Kriterium die Unterhaltung, und da nimmt der Film kein Blatt vor den Mund. 10/10
(9+10+10)/3 = 9.667/10
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