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Crank (2006)

Eine Kritik von GhostShit (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 04.01.2007, seitdem 896 Mal gelesen


crank                                       crank [Am.]
Kurbel                                                        Miesepeter                                          
Marotte                                                                                                
Spinner

fixe Idee

Sonderling

wunderlicher Kauz

(meth)amphetamin
[slang] 


Unserem Titelhelden Chev, einem sympathischen Mafia-Auftragskiller, wird, Achtung, ich zitiere: ein High-Tech-Science-Fiction-HDTV-Chinamann-Gift verabreicht, welches den Herzmuskel angreift, ihn lähmt und früher oder später dazu führt, dass Chev den Löffel abgibt.
Um mit seinen Killern noch den Boden aufwischen zu können und diesen möglicherweise noch ein Gegengift abzuluchsen, gilt für Chev fortan folgende Divise: Gas geben! Denn je mehr Adrenalin, desto besser für die Pumpe. Doch die Uhr tickt…

„Crank“ - das ist ein poppig-flippiger, doppelt geschnackelter Hochgeschwindigkeits-Actioner, der echt verdammt Laune macht. Andere würden vielleicht, wenn sie erfahren, dass sie in baldiger Zukunft aus dem Leben scheiden, ihre Memoiren verfassen, einen Baum pflanzen oder noch mal ordentlich Zähne putzen. Unser Held, dieser Zwirbeldrüsensaft schlürfende Cracknigger, knallt sich dagegen lieber alles rein, was so unter das Betäubungsmittelgesetz fällt, legt sich nur so aus Spaß mit den Cops an und vögelt in aller Öffentlichkeit, alles zu medizinischen Zwecken versteht sich und damit der prüden Mutter Oberin das Höschen wegfliegt.
Ergo: Viel Dirty Talk („Du warst das letzte Mal eng, als dich dein Bruder in der dritten Klasse gefickt hat.“), viel Husch-Husch, viel Gangster-Gehabe, viel stylische Verfolgungsjagden durch die Stadt der Engel (erinnert fast ein bisschen an „GTA“ das Ganze…), ein paar fetzige Schießereien, aber vor allem eine sagenhaft coole, kaltschnäuzige, om(n)ipotente, immer einen lässigen Spruch auf den Lippen habende und vor Männlichkeit fast platzende Ein-Mann-Armee, gegen die die Milchbubis „McClane“ und „Riggs“ locker abstinken.
Echt ein krasser Trip, Alter!

„Hey, was hältst du davon, mir einen zu blasen, bist du in Stimmung? Oder soll ich dir die Rosette lecken?“

Fazit:
„Crank“ oder, wie Homer sagen würde: „Der Mann, der nicht langsamer werden durfte“ – so fetzig, frisch und spaßig wie eine Olympiade für Speed-Junkies. Einsteigen, anschnallen und dann mit 180 Sachen gegen die Wand – „Gimme Fuel, gimme Fire, gimme that which i desire“…

Halt, noch zwei versteckte Sahnebonbons für Kenner und Feinschmecker:
1.) In einer winzigen Nebenrolle - Chester Bennington, Lead-Schreihals der Nu-Metal-Combo „Linkin Park“, als Nasenspray-Junkie.
2.) Als Chev durch die Strassen düst, hört man ganz kurz in einem vorbeifahrenden Auto „Kill All the White Men“ von NoFX laufen.
That’s all Folks…


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