Eine Kritik von Amras (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 04.08.2008, seitdem 249 Mal gelesen
Chaotisch. Rasant. Adrenalin. Nervtötende Schnitte. Kaum Handlung.
So ungefähr sahen wohl die ersten Stichwörter für das Drehbuch aus. Viel ist in den weiteren Brainstormings der Autoren (welche wohl aus der Video-Game-Branche stammen) auch nicht mehr dazu gekommen. Plötzlich stand der Produzent in der Tür, war begeistert von diesem ach so ausgereiften Konzept und besetzte flugs die Hauptrolle mit dem neuen Großmeister des No-brain-necessary-Actionfilms Jason Statham. Dieser mutiert hier quasi zum Roadrunner auf Speed und kämpft sich hier von Level zu Level.
Wer sich an den zweiten Transporter-Film erinnert, der kann sich ungefähr vorstellen was ihn erwartet: nicht viel. Crank ist eine stupide Aneinanderreihung von Actionszenen. Man fühlt sich hier ein bisschen wie bei einer 85-minütigen MTV-Clipshow ohne nervige Klingelton-Werbespots. Obwohl, bei der permanenten Wiederholung des Handygebimmels vermisst man mit der Zeit förmlich die Einblendung "Sende CRANK an die 0815".
Die zahlreichen Schnitte und Wechsel der Kamerawinkel sollen dem Zuschauer scheinbar ein „Mittendrin statt nur dabei“-Gefühl vermitteln, meiner Meinung nach ermüden einen diese Stilmittel auf Dauer nur und Langeweile macht sich breit. Weniger wäre hier deutlich mehr gewesen.
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