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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Eine Kritik von Tharos (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 30.10.2006, seitdem 359 Mal gelesen


Story: Der Ausflug der Verkaufsabteilung des Rüstungskonzerns „Palisade Defence“ zu einem Teambildungswochenende stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Erst haut der Busfahrer ab, dann muss man auch noch in einer heruntergekommenen Bruchbude übernachten. Noch ungemütlicher wird es allerdings, als sie feststellen müssen, dass es im Wald von Paramilitärs wimmelt, die Ihnen an die Gurgel wollen. So beginnt für die Sechs ein Kampf ums Überleben.

Die Story ist eigentlich eine ziemliche Farce und klärt sich auch nicht wirklich auf, aber darum geht es in Funslashern ja nicht wirklich. Auch ist der Film ziemlich konventionell gestrickt. Die Gruppe hat die üblichen Verdächtigen wie den Drogenfreak, den liebenswürdigen Trottel oder den Klugscheißer. Diesmal sind es allerdings, im Unterschied zu den typischen amerikanischen Genrevertretern, keine Teenager sondern gestandene Geschäftsleute. Ansonsten folgt aber auch Severance dem typischen 10-kleine-Negerlein Prinzip und dezimiert die Gruppe immer weiter.
Allerdings nimmt Severance sich selber dabei alles andere als ernst. Der Film strotzt nur so von schwarzem Humor und gut sitzenden One-Linern.
Nach einiger Filmzeit gesellt sich zum Humor dann der Gore hinzu. Mit Blut wird zwar nicht gespart, aber dadurch, dass der Humor größtenteils im Vordergrund steht, wirkt das ganze gleich weit weniger hart.
In diesen Szenen macht sich ein weiterer Vorteil der älteren Gruppe bemerktbar: Man wird endlich einmal von hysterischem Rumgeheule und total bescheuerten, selbstmörderischen Entscheidungen verschont, wie es normale Teenie-Gruppe ja so gerne tun. Nützt der Gruppe in Severance zwar auch nichts, schont aber die Zuschauernerven

Severance erfindet das Genre nicht neu, er bedient sich Genrekollegen wie Wrong Turn (Böse Männer im Wald) und Hostel (Folterkeller in Osteuropa), wirft kurz einige Blair Witch Bilder ein und schließt mit einer typischen Chicks with Guns (halbnackte Osteuropäerin mit MP) Hommage in Slow-Motion ab. Dazu skurrilen englischen Humor, wie man ihn aus Shaun of the Dead kennt, und fertig ist der 1a unterhaltende Funslasher.


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