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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Eine Kritik von emmetbrown05 (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 26.04.2007, seitdem 303 Mal gelesen


Ein Film, der Horror mit bissigem schwarzem Humor verbindet und augenzwinkernd die gängigen Klischees des Horrorgenres aufs Korn nimmt? So was funktioniert? Mit Abstrichen eindeutig ja! 

Eine Gruppe Mitarbeiter einer Rüstungsfirma soll in Ungarn eine Art Motivationstraining durchführen, um die Teamfähigkeit zu verbessern. Mit dem Bus soll es also zu einer Waldhütte gehen. Der ungarische Busfahrer weigert sich jedoch, die Abkürzung zu nehmen und macht dies auch deutlich klar. Die Gruppe geht also zu Fuss und erwischt prompt das falsche Haus. Ein Haus, dass ehemaligen Söldner als Unterkunft dient, die auf den Rüstungskonzern nicht gut zu sprechen sind. Die Jagd beginnt… 

So gesehen ist die Story nichts anderes als ein typisches Filmchen à la Hostel, TCM, Wrong Turn, Cabin Fever und noch viele mehr. Der Qualitätsunterschied zu fast allen der genannten entsteht durch die erfrischende Prise Humor. Dieser ist natürlich nicht so platt wie bei der unsäglichen Scary Movie-Reihe, sondern eher – um ein Beispiel zu nennen – wie bei „In China essen Sie Hunde“. 
 

Der Umgang der Personen miteinander, deren Dialoge und die Eigenschaften der Personen machen den Witz aus. Da wären der leicht cholerische Chef, der sich aber nicht richtig durchsetzen kann, der drogenvernichtende Computerfreak, der gutmütige dicke Schwarze, der toughe Held, der leicht trottelige Beamtentyp, das Mauerblümchen und das hübsche Blondchen. Ganz so extrem wie bei Stromberg geht es aber nicht zu. 
 

Bekannt war mir von den Darstellern lediglich die obligatorische Blondine Laura Harris (24 – zweite Staffel, Faculty, Suicide Kings), aber das macht gar nichts, alle machen ihre Sache ganz ordentlich. 
 

Es wäre falsch, hier auf einige der Dialoge oder Szenen weiter einzugehen, da man ihnen dann wirklich die Pointe raubt, nur soviel die Gags sitzen und man weiß manchmal wirklich nicht, ob man schockiert das Gesicht verziehen oder lachen soll. Stichwort: Bärenfalle. 
 

So weit, so gut. Jetzt folgen die erwähnten Abstriche: 1. Die Splatterszenen sind viel zu dünn gesät. Sicherlich ordentlich in Szene gesetzt, aber einfach zu wenig. 2. Das letzte Drittel des Films ist dann doch dermaßen vorhersehbar und auch nicht sonderlich spannend.  

Da der Film, bzw. dessen Regisseur (achja, Christopher Smith (Creep – Gähn!)) es hier aber wirklich schafft, die richtige Balance zwischen Spannung, Horror und Humor zu finden und über weite Strecken zu halten, unterhält der Film insgesamt aber doch ziemlich gut. Macht 7/10.


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