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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Eine Kritik von filmhund (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 09.06.2007, seitdem 289 Mal gelesen


Diese etwas fragwürdige Fun-Splatter-Sado-Comedy ist weniger wegen guter Witze geglückt, sondern wegen seiner hervorragend kurzweiligen Inszenierung.

Der Regiesseur startete mit seinem exzellenten Horrorfilm "Creep" hoffnungsvoll und die Entscheidung, sich die aktuellen Terrorfilme gemeinsam mit dem derzeitigen "Anarcho"-Comedy-Stil (wenn man sich das "Comedy-Central"-Programm ansieht, geht es meistens um den Spass übertriebener, "ironischer" Gewalt oder um Sex) zu verknüpfen, schien mir etwas fragwürdig. Etwas zu einfach, zumal die ultimativen Fun-Splatterfilm wohl schon vor langer Zeit gedreht wurden.

Sehr positiv ist sicherlich, dass Smith vom ersten Augenblick an Stimmung macht, doofe Scherze nicht zu stark sexualisiert, und die Gewaltdarstellung nicht übertreibt.

Die Schauspieler sind sympathisch, die Figuren allerdings sind übertrieben charakterisiert, nehmen typische Statisten-Rollen einer Sitcom ein. Die Kameraführung ist eher routiniert, verzichtet weitgehend auf Experimente (bis auf die nicht ganz gelungene Kopf-ab-Szene).

Tatsächlich ist die Trennung zwischen (zunächst) Slasher und Komik in der ersten Hälfte erstaunlich gut zu goutieren, erst als klar wird, dass es nicht nur um "Hit-and-Run" geht, sondern, dass sadistisch gequält und gekillt wird, klappt das mit den Scherzen nicht mehr, zuerst alberne Figuren müssen auf den Schlag zu Helden morphen, das überzeugt nicht so ganz. Allerdings gelingt es den Machern, das ständige Zurückweichen der Scherze mit zunehmender Spannung zu kompensieren.

So blutig wie oft beschrieben ist der Film nicht, es gibt keinen Knalleffekt, nichts, was man nicht in letzter Zeit gesehen hätte, und das ist auch ganz gut so, denn die Thematik ist ohnehin schon zu sehr vermischt.

Einige der Scherze reizen definitiv zum Lachen, wenngleich nicht alle. Es schwankt immer zwischen Albernheiten, running gags, und direkten Sketch-Elementen.

Besonders gelungen fand ich die Szene, in der die Nasen ihre Visionen der Geschichte des Gebäudes bildlich vorführen.

Unnötig fand ich die lange Szenenfolge, in welcher der Boss auf der Mine zum Märtyrer wird.

Fazit: netter, gut blutiger Film für Zwischendurch, allerdings etwas krude Mischung. "Creep" hat mir besser gefallen!


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