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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Eine Kritik von Schlafzimmerbett (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 10.06.2007, seitdem 364 Mal gelesen


Und das soll der lustigste Splatterfilm seit Braindead sein? Ohje, da haben aber wieder einmal Marketingstrategen zu weit über die Stränge geschlagen. Ich würde diesen Texter ja kündigen, aber nun gut, ich gestalte zum Glück keine DVD-Hüllen. Der blutige Betriebsausflug ist stellenweise witzig - weil ein Witz gerissen wird. Die Handlung selbst ist hingegen keineswegs witzig oder lustig, sondern ganz klar das alte Klischee der zehn kleinen Negerlein. Einige Kollegen und die Quotenblondine allein und verlassen im Wald, kein Entrinnen möglich, da werden sie Stück für Stück abgeschlachtet von durchgeknallten Ex-Soldiers.

Das Wieso und Weshalb bleibt völlig im Dunklen, interessiert auch wenig. Splattereffekte halten sich sehr in Grenzen (selbst bis zum Schluß) und richtiger Witz aus einer verquerten Handlung heraus wie bei "Braindead" kommt auch zu keiner Sekunde auf - der Maßstab ist also mal wieder falsch gewählt und beschert dem Film viel zu hohe Vorschußlorbeeren, die hinterher für eine eiskalte Ernüchterung und Enttäuschung sorgen anstatt für eine mögliche positive Überraschung wenn man den Film nicht so hoch angepriesen hätte. Denn schlecht ist das gar nicht mal, was da Freund Christopher Smith so zusammengeschnippelt hat.

Für ein paar kurze Lacher kann "Severance" durchaus sorgen und auch die notwendige Spannung kommt auf. Klar, man fragt sich jedesmal auf welch perverse Art der nächste fällig ist und welch dumme Kommentare seiner Geschäftskollegen dazu fallen. Doch der Plot selbst ist wenig einfallsreich. Es wird geschlachtet und getötet bis nur noch unser kleiner Held und seine tapferen Helferinnen über bleiben, wer hätt's gedacht.

Etwas mehr Charakterentwicklung und runde Story hätte dem Film durchaus gut getan und sich auf ein gelungeneres Gesamtergebnis positiv ausgewirkt. Doch so haben wir nur einen blutigen Thriller mit zwei drei kurzzeitigen Lacheinlagen mehr im Regal stehen. Sei's drum, man kann ihn durchaus ansehen und genießen, für nötige Kurzweil ist gesorgt. Im Gedächtnis bleibt der Film aber nicht sonderlich lange und auch die Empfehlung dürfte sich in Grenzen halten.

(5/10)


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