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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Eine Kritik von bigtrouble (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 17.08.2007, seitdem 256 Mal gelesen


Irgendwo in Osteuropa. Mitarbeiter einer Waffenfirma befinden sich auf einen Teamfindungsurlaub. Das ganze soll in einer Jagd Hütte in einem einsamen Wald stattfinden. Doch dort lauern schon mordlüsterne Gesellen auf die lieben Menschen. Und wiedermal wird eine Gruppe durch Wald und Jagd Hütte gejagt. Diese Geschichte hat der halbwegs erfahrene Horrorfilm Seher schon unzählige Mal gesehen. Diesmal sind es keine aufgestylten Jugendlichen nebst hübschen Mädchen sondern eher Durchschnittstypen mit all ihren Macken. Besetzt zum Teil mit bekannten Gesichtern aus der britischen Unterhaltungswelt. Beginnt der Film noch durchaus unheimlich und leicht grusselig so verfällt er langsam immer mehr zu einem Actionklamauk. Sind die Jäger noch zu Beginn bedrohlich, so wirken sie mit der Zeit eher ungefährlich. Sind es bei US Horror Filme noch degenerierte Hinterwäldler, Kannibalen, Psychopathen, Monster oder ähnliches, so sind es hier scheinbar ganz „normale" Leute, die halt ein bisschen durch geknallt sind. Warum sie dieses Jagd Fest veranstalten wird auch nie klar. So werden im Film selbst 3 Wahlmöglichkeiten präsentiert. Ob nun die Variante mit den russischen Soldaten stimmt, ist nicht so einsichtig.

Doch leider beginnt der Film mit einem Patzer. Ein um gefällter Baum versperrt den Weg, doch die Herrschaften bemühen sich gar nicht diesen zu entfernen. Zumindest probieren hätten sie es können! Desweiteren werden wieder mal Auto stoppende eiserne Dornenketten auf die Straße gelegt. Die scheinen mittlerweile zur Standardausrüstung von Horrorfilm Bösewichte zu gehören. Natürlich gibt es wiedermal kein Netz und so funktioniert das Handy nicht (Gähn). Der Rest des Filmes ist dann aus zahlreichen Splatter und Action Horror Filmen abgekupfert. Die Gruppe wird natürlich nach und nach dezimiert. Einige Ideen sind da durchaus nicht schlecht, obwohl innovative Szenen Mangelware sind. Die Szene wo sich einer der Schlauköpfe in einer Eisenkette verfängt nervt gewaltig. Die ist eigentlich mehr eine Verhöhnung von Splatter Szenen mit samt offensichtlichem Gummibein. Ist der Humor noch zu Beginn auf die Personen ausgerichtet, so wird dieser im Laufe des Films immer platter. Schade die schrägen durchschnittlichen Typen mit samt ihrem Motivationswochenende hätten genug Stoff geliefert. Wer sich Splatter Action erwartet, dem wird hier leider nicht allzu viel geboten. Hier war der Regisseur aus meiner Sicht nicht konsequent genug. Die Horrormomente sind leider rar. An Schrecken und Blut wird einfach zu Wenig geboten. Ein wirkliches unheimliches Gefühl kommt leider nie auf.

Gibt der Beginn noch Hoffnung, so verfliegt diese leider bald. Mit dem intelligenten Humor und liebevollen Umgang mit dem Genre, wie bei Shaun of the Dead, hat dieser Film leider nichts gemein. Recht unbefriedigende durchschnittliche Horrorkomödie die leider weder Horrorfan noch Klamaukfreak vollständig zufriedenstellen wird.


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