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Severance - Ein blutiger Betriebsausflug (2006)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 13.03.2008, seitdem 287 Mal gelesen


Der englische Genrefilm mausert sich. Eigentlich jeder in den letzten Jahren hier veröffentlichte Horrorfilm aus England konnte durchaus gefallen. Jedenfalls waren es alles andere als Filmattentate. „Severance“ macht da keine Ausnahme und wird den positiven Kritiken gerecht.

Ein Team der Rüstungsfirma Palisade Defence ist auf dem Weg durch Osteuropa, um dort an einem Teamseminar teilzunehmen. Das Seminar soll in einem Luxuslandhaus stattfinden. Doch als die Gruppe über einige Umwege dort eintrifft, sieht es alles andere als luxuriös aus. Zeitgleich macht sich auch das Gefühl breit, dass man hier nicht allein ist und Recht haben sie. Schon bald stirbt einer nach dem anderen.

Was sich hier als Handlung sicherlich nicht berauschend oder innovativ anhört, kommt auf dem Bildschirm einfach nur klasse rüber. „Severance“ ist ein recht krasser Genremix. Auf der einen Seite gibt es nämlich saukomische Szenen, die einen vor Lachen fast Platzen lassen und auf der anderen Seite gibt es knüppelharten Horror zu sehen, welcher richtig ernst daher kommt. Mir persönlich gefällt dieser Spagat recht gut. Eine derart krasse Vermischung habe ich jedenfalls bisher nicht gesehen.

Die Schauspieler sind hervorragend für ihre Rollen ausgewählt worden. Es gibt den sympathischen Kiffer, die heiße Blondine, den Teamfreund, den arroganten Einzelgänger, den Quotenschwarzen, die humane Waffenhändlerin und den nicht führungsfähigen Chef. Die jeweiligen Rollen werden überzeugend vorgetragen und machen im Laufe der Handlung auch die eine oder andere Entwicklung durch. Dabei ist jeder auf seine Art sympathisch. Es macht einfach Spaß dem Treiben zuzusehen.

Positiv ins Auge und Ohr stechen gut montierte Schnittfolgen und Übergänge, sowie gut eingesetzte Sound- und Musikeffekte. Gerade der Sound bringt einiges an Schockwirkung ins Wohnzimmer. Immer wieder zuckt man vor Schreck zusammen. Wirklich gut gemacht.

Der Film an sich spielt gerne mit Klischees. Einige hebelt er dabei gekonnt aus und andere werden auch bewusst, nach bekanntem Strickmuster, übernommen. Dazu gesellt sich sehr viel pechschwarzer Humor. Sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ich musste schon drüber lachen. In Sachen Gore werden zwar keine Höchstnoten erreicht, trotzdem ist der Härtegrad ziemlich hoch. Teilweise werden schon fast aktuelle Folterschocker erreicht.

Die Auflösung des Ganzen kommt dann auch relativ unverbraucht daher. Jedenfalls wird man nicht enttäuscht. Der Film ist sowieso kein wirklicher „Who-dun-it“ Film, sondern richtet sich mehr auf die Gruppe und ihren Überlebenskampf. Dabei handeln sie übrigens nicht ganz so dämlich, wie in einem Großteil ähnlich gelagerter Filme.

Fazit: Mehr als erfrischender Genremix. Für einige sicherlich weder Fisch noch Fleisch, doch jeder der wieder einmal etwas Erfrischendes sehen möchte kommt bei „Severance“ sicherlich auf seine Kosten. Viel Spaß dabei.


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