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Kovak Labyrinth, Das (2006)

Eine Kritik von ChuckyBK (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 14.10.2007, seitdem 2260 Mal gelesen


David Norton ist ein weltbekannter Schriftsteller, dessen Werke sich vorwiegend im Terrain des Science Fiction Genres bewegen. Gemeinsam mit seiner Verlobten Jane reist er nach Mallorca, wo er an einer Pressekonferenz teilnehmen und einen Vortrag halten soll. Nachdem der offizielle Teil abgeschlossen ist, spricht ihn ein alter Herr an und bittet um ein Autogramm. Er besitzt die Originalsausgabe von „Gloomy Sunday" aus dem Jahre 1979, dem ersten Roman des Schriftstellers. Dieser muss zu seiner Überraschung feststellen, dass er dort bereits vor fast dreißig Jahren schon einmal eine Signatur hinterlassen hat. Trotz einiger merkwürdiger Andeutungen des Greises, denkt sich David nichts Besonderes dabei. Im Hotel angekommen, wollen er und seine Verlobte sich einen gemütlichen Abend machen, doch dazu kommt es nicht, da sich Jane vom Balkon in den Tod stürzt. Nach der Autopsie der Leiche möchte sich David noch einmal von seiner Geliebten verabschieden und findet dabei einen kleinen Chip, welcher in ihrem Nacken eingesetzt wurde. Als er zufällig Silvia kennen lernt, die ebenfalls einen Suizidversuch hinter sich hat, sich aber an nichts mehr erinnern kann, beginnen beide nachzuforschen und kommen einem grausigen Geheimnis auf die Spur.

Auf einer anderen Internetseite schrieb ein Rezensent, dass er eigentlich gar nichts über die Story schreiben möchte, weil er befürchtete zu viel zu verraten. Genauso erging es mir auch und ich habe diese grobe Zusammenfassung auch nur verfasst, weil es bei ofdb noch keine Kurzbeschreibung zu dem Film gab. Stellt sich die Frage, warum?

Bei „Das Kovak Labyrinth" kann man wirklich mit jedem Satz, den man über den Film schreibt, zu viel verraten. Die Story ist außerordentlich komplex und hält gleich mehrere Überraschungen für den Zuschauer bereit, in Form von etlichen Wendungen und kleinen Hinweisen. Wenn man dem Film eines nicht vorwerfen kann, dann ist es mangelnde Innovation.

Auch die Darsteller wissen zu gefallen. Timothy Hutton, den ich schon jahrelang in keinem Film mehr gesehen habe, bietet eine sehr gute Performance, genauso wie David Kelly (der schrullige Grandpa Joe aus Tim Burtons „Charlie und die Schokoladenfabrik"), welcher dem älteren und mysteriösen Herrn ein gutes Profil verleiht.

Jetzt kommt aber doch noch ein kleines „aber". Durch die vielen Wechsel innerhalb der Geschichte gerät diese teilweise ein wenig ins Stocken. Das kann Regisseur Monzon mit seiner guten Regie leider auch nicht verhindern. An manchen Stellen nimmt er für meinen Geschmack nämlich ein wenig zu viel Tempo heraus bzw. ist gezwungen dazu, weil die Story so vielschichtig ist, dass ihm nichts anderes übrig bleibt. Andererseits hätte man „The Kovak Box" aber auch nicht kürzer machen dürfen.

Ein großes Lob muss ich Monzon aber für den überaus gelungenen Vorspann des Films machen, denn dieser erreicht, auch durch die musikalische Untermalung, dass der Zuschauer von Anfang an neugierig wird, was denn nun folgt.

Fazit: Ein innovativer und interessanter Thriller, der dazu noch mit guten Darstellern punktet. Den kleinen Leerlauf in der Mitte des Films kann man verschmerzen, zumal er nötig ist, um die Geschichte voranzutreiben. Ein kleiner Tipp: An Eurer Stelle würde ich mir gar nicht durchlesen, was auf der Rückseite des Covers steht, denn ich bin mir sicher, dort wird zu viel verraten.

7 Punkte


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