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Uhrwerk Orange (1971)

Eine Kritik von Tyler Durden! (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 13.06.2006, seitdem 836 Mal gelesen


Was für ein Film.
Clockwork Orange basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anthony Burgess. Verfilmt hat das Ganze dann 1971 Stanley Kubrick. Die Thematik verfolgt eine sogenannte Utopie, eine Zukunftsvision, die Angst machen soll. Man stelle sich ein Land vor, dass durch die Regierung kontrolliert wird, indem jegliche Straftat dadurch verhindert wird, dass man die Bürger einer Hirnwäsche unterzieht, die eben diese Straftat verhindert. Geschehen könnte das Ganze durch die Assoziation von Verbrechen mit eigenem körperlichen Leid, wodurch in Zukunft jeder Straftatversuch mit äußerst unangenehmen Gefühlen einhergeht...
Auf diese Weise, mit dem sogenannten „Ludovico“-Verfahren (oder so ähnlich) soll auch Alex (Malcolm McDowell) wieder gesellschaftsfähig gemacht werden, nach zwei Jahren Haft. Die Haftstrafe erwartete ihn auf Grund zahlreicher Verbrechen mit seiner „Droog“-Bande, darunter Vergewaltigungen, Gewalttaten, Diebstahl. Die Behandlung erweist sich als nicht so harmlos, wie zunächst von Alex erhofft. Statt ein guter Mensch zu sein, bleiben die gleichen verbrecherischen Gelüste erhalten, nur dass sie nicht mehr ausgeführt werden können. Nach seiner Entlassung muss er für seine Untaten leiden, jeder will sich an ihm rächen.
Ich habe den Film als unheimlich brutal empfunden. Zwar wird nicht unbedingt mit viel Blut hantiert oder voll auf die Gewalt draufgehalten. Vielmehr ist das dargestellte total kontrovers und wirkt dadurch erschreckend. Für einen so alten Film äußerst ungewöhnlich. Die Gewaltszenen werden oft unpassend begleitet (beispielsweise mit „Ludwig van“, den Alex so liebt) und relativ ausführlich dargestellt. Überhaupt muss ich anmerken, dass ich noch nie dermaßen von einem Soundtrack begeistert war. Die Symphonie von Ludwig van, die Titelmelodie...der Film wird durchweg auf geniale Weise musikalisch begleitet, eine glatte 10 dafür.
Die Schauspieler machen ihre Sache genial. Viele Charaktere wie der Gefängniswächter oder der Mr.Alexander, sind total überspitzt dargestellt, was eine große Herausforderung für die Schauspieler dargestellt hat. Sie wird mit Bravour gemeistert. Für mich unerklärlich, dass Malcolm McDowell wenige Rollen in großen Filmen erreicht hat.
Einzig das Ende des Films fand ich nicht überzeugend. Es wirkt zu abrupt und irgendwie nicht flüssig. Schwer zu erklären. Jedenfalls hat es nach meiner Meinung nicht zum restlichen Film gepasst und ist somit die einzige Punktabzugquelle.

Fazit: Clockwork Orange ist ein absolut genialer Film und zurecht in den Top100 der ofdb und der imdb. Trotz seines Alters weiß der Film zu schocken und zu unterhalten. Die musikalische Untermalung habe ich noch nie in einer solchen Perfektion erlebt und die Schauspieler, allen voran Malcolm McDowell, spielen hervorragend. Lediglich das Ende des Films hat mir ein paar Kopfschmerzen bereitet. Daher „nur“ 9 Punkte. Euer
Don


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