Ansicht eines Reviews

Uhrwerk Orange (1971)

Eine Kritik von superfuzz-bigmuff (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 18.03.2010, seitdem 201 Mal gelesen


Ich glaube, dieser Film ist am meisten Punk und am meisten Anarchie.

Im Grund genommen geht es um absolute Antiautorität, pure Gesetzlosigkeit und die Wandlung eines mittlerweile kultigen Tunichtguts und Beethoven-Fanatikers namens Alexander DeLarge, dargestellt von Malcolm McDowell, den man heutzutage bedauerlicherweise nur noch in drittklassigen Filmen oder Fernsehserien bewundern kann.

Alex, negativer Held des Films, stellt zusammen mit seinen Handlangern, den Droogs, allerlei Unfug an, dazu gehört das Zusammentreten von wehrlosen, besoffenen Pennern oder das Vergewaltigen von Frauen. Und das auch noch auf eine ziemlich unverschämte Art und Weise. Bei Ihren Aktionen lachen und singen DeLarge und die Droogs fröhlich und weiden sich am Leid anderer Leute. Auch vor Diebstahl und Raubüberfällen machen sie selbstverständlich keinen Halt. Was sie wollen, nehmen sie sich einfach.

Doch Alexander lässt zu sehr den Boss raushängen und das passt den Droogs gar nicht: Sie verraten Ihn an die Polizei und DeLarge wandert hinter schwedische Gardinen...

Spätestens ab jetzt baut Uhrwerk Orange immer mehr Spannung auf Vorbei die Charakterzeichnung des bösen Rüpels und bald bietet sich die Chance für DeLarge, sich zu wandeln...

Ich kann mir gut vorstellen, dass Uhrwerk seinerzeit sehr umstritten war und auf viel Ablehnung seitens der Kritiker oder konservativer Erziehungsberechtigter stieß. Anno '71 war die Welt sicherlich noch sehr zugeknöpft und noch nicht bereit für Uhrwerk Orange. Gewalt würde verherrlicht, Vergewaltigungen ästhetisiert hieß es. Und ich bin mir sicher, dass bestimmt auch heute noch der ein oder andere empörte Hahn danach krähen würde. Ich verstehe nicht so wirklich, was Kubrick uns mit all dem sagen wollte, ob es nur Gesellschaftskritik ist oder doch einen tieferen Sinn hat. Ich weiß nur, dass hier etwas auf die Leinwand gebracht wurde, das doch jeder mal verspürt: Hass und den Drang, alles zu zerstören, was im Weg ist.

Auflockernd an dem ganzen war eigentlich nur eins: Das Alex' Vater vom selben Synchronsprecher gesprochen wurde wie Benjamin Blümchen. Hahahaha.

9/10 Punkte, auch wenn ich den anfangs gar nich leiden konnte, weil der Held mir einfach zu unsympathisch war, doch zum Glück wenden sich manche Blätter ja. Geiler Film.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "superfuzz-bigmuff" lesen? Oder ein anderes Review zu "Uhrwerk Orange (1971)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von superfuzz-bigmuff

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

1.087 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Gefährten (2011)
Fight of the Dragon (1999)
Schrei, wenn Du kannst (2001)
New Rose Hotel (1998)
Razorback - Kampfkoloss der Hölle (1984)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich