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Andromeda [TV-Serie] (2000)
Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 2/10) eingetragen am 24.10.2009, seitdem 201 Mal gelesen
Unendliche Weiten der Langeweile...
300 Jahre nach seiner eigentlichen Mission wird Captain Hunt aus dem Kälteschlaf erweckt. Die Welt hat sich verändert, aber mit seinem Raumschiff Andromeda setzt er seine Reise fort. Seine Mission ist es Planeten aufzusuchen, um ihnen anzubieten sich an einer Zusammenarbeit mit anderen Planeten zu beteiligen...
Deutlich im Fahrwasser der Serien-Fortsetzungen der Ur-„Raumschiff Enterprise“ mitschwimmend, um von deren Erfolg auch ein paar Dollar-Häppchen zu erhaschen, schippert das Raumschiff Andromeda durch das All, um uns andere Welten zu zeigen.
So ganz richtig ist das nicht, viel mehr ist es Ziel der Serie die ewige Propaganda der Political Correctness ans Publikum zu richten. Zielpublikum dieser Serie, die ich nur ungern mit dem Begriff Science Fiction in Verbindung bringe, ist das Soap-interessierte Volk, dem es nichts ausmacht wenn ein Raumschiff glänzend und blitzeblank durchs sterile All tuckert, quasi aussieht als wäre es nie gebraucht, und der Crew dabei zuhören darf, wie es höchst philosophische Gespräche führen darf.
Natürlich ist der Tiefsinn in Wirklichkeit nur anspruchsloses Leergeschwätz und hat so viel Tiefgang wie die Pro 7-Sendung „Galileo“ Information beinhaltet. Aber letztendlich gibt man dem Zuschauer was er will. Dass es dieses Zielpublikum gab, war dank der „Enterprise“-Serien ohnehin schon klar, und somit ging man mit diesem gehirnamputierten und seelenlosen Projekt auch gar kein Risiko ein. Aus anderer Sicht bedeutet dies aber auch, dass das Publikum, das mit den Vorbildern nichts anfangen konnte, eigentlich gar keinen Blick mehr auf „Andromeda“ werfen musste. Das nenne ich fair.
Ein paar nette Masken hier, ein paar wenig nette Einfälle da und viele blasse Gespräche und fertig ist eine Folge. Eigentlich ist das magere Ergebnis schade, denn nach 300 Jahren eine veränderte Welt vorzufinden ist doch eigentlich eine nette Idee, auch wenn das verspätete Erwachen aus dem Tiefschlaf sehr an „Buck Rogers“ erinnert. Die genannten Mankos könnte man sogar übersehen, wenn sympathische Charaktere von den Schwachpunkten ablenken würden. Aber die Figuren dieser Serie haben so viel Charakter wie mein Mittelfinger und sind leere Klone, wie sie später bei „Terminator 4“ und vielen anderen Kinofilmen unserer Zeit verwendet wurden.
Trauriger, wenn auch wenigstens etwas unfreiwillig komischer, Höhepunkt der Serie waren für mich immer die „tiefsinnigen Schlussdialoge“, von denen ich mehr sichten durfte als mir lieb war, immerhin lief „Andromeda“ damals auf RTL 2 vor „Lexx“, einer Science Fiction-Serie wie sie wirklich sein sollte.
Aber wie erwähnt ist „Andromeda“ im eigentlichen Sinne kein Science Fiction. Figuren und Locations gehören diesem Genre an, der Rest und Kernpunkt ist eine Soap Opera, den Fortsetzungen von „Matrix“ sehr ähnlich. Ich kann zumindest jedem nur von diesem Stück Weltraumschrott abraten.
1 von 5 Punkten
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