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Fog - Nebel des Grauens, The (1980)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 20.04.2007, seitdem 370 Mal gelesen
Nach dem sehr erfolgreichen " Halloween " blieb Kultregisseur John Carpenter dem Genre Horror treu und schuf mit " The Fog " einen weiteren Kultfilm in seiner Filmographie. Wie immer schrieb Carpenter das Drehbuch selbst und produzierte zusammen mit Debra Hill. Die Beiden arbeiteten schon in " Halloween " zusammen und auch danach noch öfter. Überhaupt waren die 70er und 80er Jahre Carpenter´s Zeit, er schuf einen Klassiker nach dem Nächsten, dafür ist es heute nicht mehr gut um ihn bestellt. Auch das Remake von " The Fog " war ein absoluter Griff ins Klo, den Writern sollte man ihr Drehbuch mal kräftig um die Ohren schlagen einen Klassiker so zu verhunzen.
Trotzdem hat Carpenter auch schon wesentlich bessere Arbeiten abgeliefert, an den Erfolg von " Halloween, The Thing " kam man mit " The Fog " nicht heran, aber man revolutionierte den Gruselfilm der 70er Jahre.
Story:
Das Küstenstädtchen Antonio Bay feiert seinen hundertsten Geburtstag. Doch keiner ausser Pater Malone ( Hal Holbrook ) weiss, das auf dem Städtchen ein Fluch liegt. denn genau vor hundert Jahren wurde ein Schiff mit Lebrakranken absichtlich auf ein Riff gelozt. Nun wollen sich die toten Seemänner rächen und kommen durch den Nebel in die Stadt. Die Radiomoderatorin Stevie Wayne ( Adrienne Barbeau ) erkennt die Katastrophe rechtzeitig und schafft es die Stadt zu warnen. Doch der Nebel kommt immer näher und verhüllt die ganze Küstenstadt. Stevie´s Leben schwebt auch bald in größter Gefahr.
Schick altmodisches Gruselmärchen, die Story um die damals schiffbrüchigen Seemänner bildet eine gute Rahmenhandlung. Carpenter hält die Laufzeit extra sehr kurz, um Längen zu vermeiden, was er trotz der langsamen Erzählweise locker schafft. Denn " The Fog " fesselt einfach über die gesamt Laufzeit und bleibt zudem höchstspannend. Eine kleine Küstenstadt bietet für so etwas die perfekte Kulisse. Der Leuchtturm und die Kirche liegen sehr abgelegen, es gibt kein Entrinnen vor dem Nebel. Carpenter arbeitete hier mit dutzenden von Nebelmaschinen und Scheinwerfern, um den leuchtenden Nebel so zu gestalten. Dazu komponierte er in Eigenregie einen brillanten Score, rein instrumental natürlich. Ein Markenzeichen von Carpenter sind die genialen Sounds, welche der eh schon mehr al intensiven Atmosphäre noch das gewisse Etwas verleihen.
Auf Gore muss man hier noch verzichten, denn die modrigen Seemänner, welche man leider nie richtig zu Gesicht bekommt, holen sich nur wenige Opfer und die Hälfte der Morde geschieht größtenteils im Off. Nur die Morde auf offener See sind für damals recht hart anzusehen. Gemordet wird hier mit Schwertern, Haken und Stichwerkzeugen aller Art. Aber über den niedrigen Bodycount lässt sich locker hinwegsehen, durch die gekonnt altmodische Inszenierung. Einfach genial wie ruhig Carpenter so eine Story erzählt und wie schnell er die Spannung nach oben treibt. Insgesamt hätte man natürlich gerne mehr Attacken der Seemänner gesehen, der Nebel beschränkt sich nämlich größtenteils auf das Finale. Vorher geht Carpenter seinen Charakteren nach und verleiht ihnen Tiefe.
Die Darsteller wieder mal perfekt gewählt. Jamie Lee Curtis liefert zwar nicht ein so gutes Schauspiel wie in " Halloween ", doch auf jeden Fall überzeugend. Neben ihr agiert Adrienne Barbeau am besten und Tom Atkins in der starken Männerrolle. Dagegen sieht Jamie´s Mutter Janet Leigh etwas blass aus.aber alle Darsteller sind auf gewohnt hohem Carpenter Niveau.
Fazit:
Ein Klassiker des altmodischen Horrorkinos. Nett erdachte Story, sehr atmosphärisch festgehalten und einfach sauspannend. Sogar nach mehrmaligem Anschauen bekommt man hier noch eine Gänsehaut. Der instrumentale Score ist spitzenklasse, auch die vielen Darsteller verdienen ein Lob. Insgesamt könnte nur etwas mehr passieren, aber entgehen lassen, sollte man sich " The Fog " nicht.
Hier noch eine kleine Warnung, das Remake kann man den Hasen füttern.
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