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Ansicht eines Reviews
Parfum - Die Geschichte eines Mörders, Das (2006)
Eine Kritik von Creepshow (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 17.09.2006, seitdem 346 Mal gelesen
Lang erwartet von Millionen von Lesern startete jetzt endlich die Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "DAS PARFÜM - DIE GESCHICHTE EINES MÖRDERS".
Natürlich war es gar keine Frage, dass ich mir einen der ersten Karten für den Film, dessen Buch ich so liebe kaufte und mich voller Vorfreude auf ein herausragendes Kinoerlebnis in meinen Sessel sinken ließ.
Und dann fing er an..............
Erzählt wird die Geschichte von Jean-Baptiste Grenuille, der 1738 auf dem Pariser Fischmarkt, dem stinkensten Platz Europas geboren wird.
Da seine Mutter ihn sterben lassen wollte und er sich nur mit seinem ersten Schrei des drohenden Todes erwehren konnte, wächst er bei einer Amme auf, die ihn als er 12 Jahre alt ist an einen Gerber verkauft, da sie keine Verwendung mehr für ihn hat.
Grenuille, der die Gabe hat jeden Geruch dieser Welt nicht nur zu erkennen, sondern auch sie über unmögliche Weiten zu riechen und jeden Geruch in seinem Inneren zu speichern vermag, schleicht sich eines Tages weg und folgt einem jungen Mädchen, dessen Geruch er völlig verfallen ist und tötet sie versehentlich.
Betrübt über diesen Verlust gibt es für ihn nur noch ein Lebensziel, er möchte lernen Düfte zu konservieren.
Dazu begibt er sich zu Monsieur Baldini, einem alternden Parfümeur, bei dem er das Handwerk des Parfumeurs erlernen will.
Da Baldini es aber nicht vermag, Gerüche von Steinen, etc. zu konservieren, begibt sich Grenuille nach Grasse, der Hochburg der Parfumeure um das Verfahren der Enfleurage zu erlernen.
Doch kaum ist er dort angekommen, beginnt eine furchtbare Mordserie.................
Soviel mal zu Inhalt (des Filmes).
Jeder der das Buch gelesen hat wird an der einen oder anderen Stelle der Inhaltsangabe doch stutzig werden und sich z.B. fragen: Er hat sie aus Versehen umgebracht?
Und genau da liegt das große Problem des Films es werden munter Stellen des Buches weggelassen oder einfach umgedichtet.
Ich meine es dürfte doch nicht so schwer sein, aus einem gerade mal 300 Seiten umfassenden Buch einen Zweieinhalbstundenfilm zu machen, der sich so nahe wie möglich ans Buch hält, oder?
Denn genau das erwarten die Zuschauer wenn sie in eine Romanverfilmung gehen, aber genau das war Bernd Eichinger und Tom Tykwer, die in großen Maße für das Drehbuch verantwortlich sind, offenbar zu scher oder zu anstrengend.
Aber ich will ja nicht nur Meckern, denn selten habe ich einen Film so schön Fotografiert gesehen und äußerst selten nur eine so stimmige musikalische Untermalung des Gezeigten gehört.
Bei den Schauspielern sticht vor allem Dustin Hoffman heraus, der beim Dreh so einen Spaß hatte, das es wirklich eine Freude ist ihn als Baldini zu erleben.
Wer nun wirklich schlecht besetzt ist, ist Karoline Herfurth, die in diesem doch glanzvollen Film so etwas wie Dorfatmosphäre vermittelt.
Fazit:
Guter Film, den man aber wohl mehr mögen wird, wenn man das Buch nicht gelesen hat (was seht traurig ist).
Wunderschöne Bilder, wunderschöne Musik und für eine deutsche Produktion, ein sehr hohen schauspielerisches Niveau (mit einer Ausnahme), allerdings möchte ich in den nächsten zehn Filmen keine Grossaufnahme einer Nase mehr sehen.
in diesem Sinne: viel Spaß beim anschauen, er ist es wert!
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