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Miami Vice [TV-Serie] (1984)
Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 8/10) eingetragen am 28.08.2011, seitdem 131 Mal gelesen
Wer kennt sie nicht, die beiden coolen Undercover Ermittler des MVPD Sonny Crockett und "Corega" Tubbs (kapiert den Witz heutzutage noch jemand?). Als Kind der 80er war jede Folge im Anschluß Gesprächsthema auf den Schulhof. Die Serie lief sowohl in den USA als auch in Deutschland dermaßen erfolgreich, das sich haufenweise die Prominenz als Gaststar die Klinke in die Hand gab. Wer in und hip sein wollte im Business kam an einen Auftritt hier nicht vorbei und viele damals noch recht unbekannte Schauspieler hatten mal mehr mal weniger hier ihren Durchbruch gefeiert.
Die berühmte Titelmelodie von Jan Hammer die den Vorspann einläutete kennt selbst heute noch beinahe jeder und man konnte sich entspannt zurücklehnen und den Cops zwischen Sonne, Strand und Bikinimiezen ihren Job nachgehen sehen. Die 112 Folgen in fünf Staffeln liefen stets sehr actionorientiert ab, es gibt haufenweise Shootouts mit den jeweiligen Drogendealern, es wurde munter gestorben, ohne das allerdings viel Blut verspritzt wurde. Die beiden Hauptdarsteller Don Johnson und Philip Michael Thomas mutierten dabei zu Vorbildern was Coolness und (leider, aus heutiger Sicht) Mode betrifft. Mitte bis Ende der 80er dürfte die Hersteller von weißen Anzügen jedenfalls feuchte Träume bereitet haben, was den Umsatz betrifft.
Obwohl in der Serie ein ganzes Polizeidezernat beteiligt ist beschäftigen sich die Folgen hauptsächlich mit den beiden zentralen Figuren. Crockett ist dabei der lässige Draufgänger, Hausbootbewohner inklusive Alligator als Wachhund, während Tubbs eher die ein ruhiger Zeitgenosse ist, der lieber erstmal denkt und dann erst feuert. Gerüchten zufolge konnten sich die Stars Johnson und Thomas privat nicht sonderlich gut leiden, was sich aber nicht negativ auf die Serie auswirkte. Das Niveau konnte bis zur letzten Folge gleichmäßig hoch gehalten werden, das Ende kam daher nicht unbedingt aufgrund schwächer werdender Drehbücher, sondern weil die Kosten pro Folge immer weiter in die Höhe schnellten, so daß ein Weiterdreh nicht mehr rentabel war. Da man so die Reihe beendete konnte man wenigstens ein echtes Finale drehen und Miami Vice fand auf diesem Wege immerhin einen runden Abschluß.
Wer gerne Krimiserie sieht und die bunte Optik Floridas genießen kann, kann die beiden mittlerweile auch auf DVD wieder ins Wohnzimmer holen. Manchmal ist das Machogehabe Crocketts zwar ein wenig nervig, aber für solide Unterhaltung reichts auch heute noch.
8/10
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