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Air Force One (1997)

Eine Kritik von Sir.Craven (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 02.04.2002, seitdem 530 Mal gelesen


Bumm, Krach, Peng - Actionkino vom Feinsten


Story:

Zugegeben, die Handlung von Petersens Actionkracher ist ein Witz. Nicht nur, daß sie amerikanischer ist, als selbst der patriotischste Amerikaner aushalten möchte, nein, sie ist auch noch absurd. Zwar ist es nicht der Plot an sich, der diesen Streifen zum Witz stempelt, immerhin geht es um etwas so hochaktuelles wie einen Terroranschlag gegen die Supermacht USA. Und in diesem Zusammenhang ist bekanntlich, so hat uns die jüngste Vergangenheit gelehrt, nichts unmöglich.

Das wirklich groteske an "Air Force One" ist die Art und Weise, WIE Petersen den Bildern Beine macht: gestorben wird in der Halbtotalen, umgeben von einem Inferno der Effekte, in dem den Guten letzen Ende alles gelingt und die Bösen, welch großes Glück für Amerika und den Rest der Welt, sang- und klanglos untergehen.

Hört sich grausam an...? Ist es auch, aber nur bei kritischer Betrachtung. Und das sollte man tunlichst vermeiden: den Film kritisch zu betrachten. Anders als in seinem Klassiker "Das Boot" will Petersen mit "Air Force One" unterhalten. Und das ausschließlich. Also Weg mit den Forderungen nach Anspruch und Realismus und her mit dem Popcorn. So präpariert ist es ein echter Hochgenuß zu sehen, wie der amerikansiche Präsident (Harrison Ford), quasi im Alleingang und ausgestattet mit einer gehörigen Spur John MacLane, ein von Terroristen gekapertes Flugzeug zurückerobert. Ende.


Darsteller:

Zwar sind die Hauptrollen mit Harrison Ford und Gary Oldman hervorragend besetzt, doch ist "Air Force One" mit Sicherheit kein Film, in dem hohe Schauspielschule gefragt ist. So kommen die beiden zwar gut rüber, brauchen sich dabei jedoch wahrlich nicht zu verausgaben. Als Gimmick ist sogar Jürgen Prochnow zu sehen, er mimt den Oberfiesling, spricht kein Wort und muß nur dazu herhalten, letzten Endes erschossen zu werden.


Bewertung:

Filme wie "Air Force One" sollte man nur innerhalb des Genres bewerten. Tut man das, dann kommt man zu der Erkenntnis, daß der Film alles an Bord, was das Actionherz höher schlagen läßt: Spannung, Effekte, eine einleuchtende Grundidee. Popcorn-Kino vom Feinsten.


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