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Cage 2 - Arena of Death (1994)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 14.05.2008, seitdem 374 Mal gelesen


Billy Thomas (Lou Ferrigno) und Scott (Reb Brown) sind die besten Freunde und Beide ehemalige Vietnamveterane. Bei einem Überfall wird Scott angeblich getötet, Billy betäubt und entführt. Drahtzieher der Aktion ist Tin Lum Yin (James Shigeta), welcher illegale Käfigkämpfe organisiert und dabei mächtig Kohle scheffelt. Billy wird unter Drogen gesetzt, um seine Aggressionen zu steigern. Er gewinnt jeden Kampf und ist bald ungeschlagen. Doch seine Dienerin Mi Lo (Shannon Lee) öffnet dem Hühnen bald die Augen. Gerade jetzt steht die Meisterschaft im Käfigkampf an, die will sich Scott mit zwei Regiserungsagenten zu Nutze machen. Scott schleußt sich als Kämpfer dort ein, um Billy zu bekehren. Doch wird Billy seinen totgeglaubten Freund noch erkennen ?

Ein Sequel von einem gerade mal unterdurchschnittlichen Film zu inszenieren, geht meist in die Hose, ganz besonders wenn der Drehbuchautor Hugh Kelley (Cage, Warriors of Virtue) heisst. "Cage 2" ist wirklich kompletter Schwachsinn. Allein schon der Charakter Billy Thomas, den in Vietnam eine Kugel am Kopf traf und nun hat der Gute nicht mehr alle Drosseln im Nest. Der Muskelprotz Lou Ferrigno erbringt immerhin noch eine passable Leistung, von Martial Arts hat der Fleischberg nicht der geringsten Kenntnisse, was seinen unspektakulären Kämpfen sofort anzumerken ist. Doch der Gipfel hier ist Reb Brown, der sich einen billigen Bart und eine potthässliche Perücke aufsetzt, um an den Kämpfen nicht erkannt zu werden. Nicht mal Billy erkennt ihn, erst als man Scott die Perücke vom Schädel reisst, dämmert es dem Riesenbaby. Reb Brown ist als Kämpfer einfach nur lächerlich, nur James Lew kann in der Rige überzeugen.
Geknüppelt wird in "Cage 2" recht viel, doch die meisten Nahkämpfe sind sehr miserabel choreographiert. Oft schlagen die Gegner sichtlich aneinander vorbei, die Kamera versucht dies mit ständig wechselnden Perspektiven zu übertünchen, macht aber alles noch schlimmer. Zudem sind die Käfigkämpfe in der deutschen Fassung merklich gekürzt worden. Im Finale wird dann noch ein wenig geballert, ein Hubschrauber fliegt in die Luft und Lew darf ein wenig sein Können unter Beweis stellen.
Ansonsten hat das Sequel wirklich nichts zu bieten. Die Minmalstory ist ein Lacher, das Gefummel zwischen Billy und seiner Dienerin Mi Lo, verkörpert von Bruce Lees Tochter Shannon, langweilt den Zuschauer sofort und überhaupt fragt sich der Zuschauer wie man nur so blöd sein kann wie Billy. Immerhin kann "Cage 2" doch für einige unfreiwillige Lacher sorgen, gerade der Senzei der neben seinem Kampfstock auch immer einen Raketenwerfer in einer Tasche herumschleppt, ist zum Brüllen. Die Kulissen sind völlig monoton, nicht mal die Arena um den Käfig erfüllt ihren Zweck. Der Score ist vergessenswert.

Dieser überlange Kampfsportfilm hat auf der Habenseite nicht viel zu verbuchen. Unfreiwilliger Humor, meist unterirdische Fights und mit Reb Brown einen der miesesten Darsteller und Fighter, machen diesen Film aus. Der ganze Film wirkt einfach nur lächerlich und lässt obendein noch massig Durststrecken zu. Wirklich nur für die ganz hartgesottenen B-Fans. Ich gebe knappe 3 Punkte, weil einige Fights recht ansehlich sind und weil ich einige Male herzhaft lachen konnte (natürlich unfreiwillig).


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