In THE PRESTIGE geht es um das ewige Duell zweier Illusionisten, dargestellt von Hugh Jackman (Angier) und Christian Bale (Borden). Jeder der beiden ist bemüht, den ultimativen, nie da gewesenen Zaubertrick zu präsentieren. Bei einem tragischen Unfall an dem Borden die Schuld trägt, stirbt Angiers Ehefrau. Die Wege der beiden trennen sich, Borden feiert bald große Erfolge mit einem neuen Trick, "The Transported Man". Zwar gelingt es Angier die Illusion mehr schlecht als recht zu kopieren, jedoch tut er fortan alles, um hinter das Geheimnis des Zaubertricks zu kommen ...
Wie schon in MEMENTO zäumt Regisseur Christopher Nolan das Pferd von hinten auf. Alles beginnt mit dem Tod Angiers, für den Borden verantwortlich gemacht wird. Im Gefängnis kommt Borden an Angiers Tagebuch, aus dem sich nach und nach die Vorgeschichte des "Mordes" erschließt.
Alles schön und gut, aber die Story schwächelt an allen Ecken. Das "Geheimnis" das sich hinter Bordens Tricks verbirgt, wird auch für Mystery-Newbies SOFORT ersichtlich werden. Und nachdem es sich sogar Otto Normalverbraucher erschlossen hat, wie Borden seinen "Man Transported", mag dieser sich nur noch über Angiers Verbohrtheit wundern. Volle 1 1/2 Stunden lang.
Doch alles Beschwichtigen von Trick-Erfider Michael Caine ("Er hat einen XXXXXXXXXXXX!") nützt nichts, Angier lässt nicht locker. Auf der Suche nach der ultimativen Illusion lässt er sich schließlich mit dem Erfinder Nikola Tesla (David Bowie) ein. Und was dann kommt, tut mir leid, ist alberner Fantasy-Humbug.
Nolan konnte sich wohl nicht entscheiden, ob er ein Drama wie MEMENTO oder einen FX-Streifen wie BATMAN BEGINS machen wollte. Dabei ist leider ein Hybrid entstanden, der den geneigten Zuschauer über weite Strecken unterfordert und ihm in Ermangelung eines wirklichen Überraschungsmoments einen billigen Mystery-Effekt vorsetzt.
Nach dem Motto: "Naja, da gibt´s halt jetzt eine Maschine, und die kann ..."
Ägerlich, von Nolan hätte man besseres, ausgefeilteres erwarten können.
Fazit:
Ich sag mal so:
Wie hätte es Ihnen gefallen, wenn Guy Pearce am Ende von MEMENTO in ein Ufo gestiegen und davon geflogen wäre?