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Ghosts of Mars (2001)

Eine Kritik von Leto (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 07.02.2005, seitdem 315 Mal gelesen


Der Gerechtigkeit halber muss ich zugeben, dass der gute John Carpenter hier sein Ziel eindeutig verfehlt hat!

Auf einer Marskolonie verschwinden Siedler und ein Untersuchungsteam wird geschickt, um die ganze Sache zu untersuchen. Es kommt, was kommen muss und im Nu greift der Bodycount-Zähler um sich und der Rest ist roter Marsstaub und ein paar Gelegenheiten, Natasha Henstridge und Ice Cube coole Sprüche und Kloppereien zu ermöglichen gegen eine Armee von Zombie-Piercern unter Führung des uncharismatischsten Bösewichts seit "Alarmstufe Rot: 2".

Die Action ist im altmodischen Sinne gut inszeniert (ohne schnelle Schnitte und ständige Explosionen), die Darsteller kennt jeder aus irgendeinem anderen Film und das Set-Design wirkt glaubhaft. Außerdem ist der Film über weite Strecken ganz unterhaltsam (von den quälend langen Einstellungen von Natasha im Ledersessel mal abgesehen). Das war es aber auch schon an positiven Punkten.
Die Story wirkt wie ein Treatment und kein komplettes Drehbuch, die ständigen Geister-Kamerafahrten lassen einen denken, man habe einen über den Durst getrunken und die Modelleffekte sind als solche zu erkennen.
Darüber hinaus wird man den Eindruck nicht los, den guten John C. verbindet nichts als das Geld mit diesem stupiden Machwerk, denn er schafft es nicht (hoffentlich mit Absicht), dem Film sein Markenzeichen aufzudrücken. Zwar wird hier auch wieder eine kleine Gruppe vom Übernatürlichen gesprengt aber diesmal ist der Meister viel zu viele Zugeständnisse eingegangen, um das Ergebnis den Hollywood-Konventionen anzupassen.
Hätte er die Mythologie hinter der Story etwas ausgebaut, ein paar weniger selbstzweckhafte Verstümmelungen eingefügt und vor allem Natasha Henstrige und Ice Cube durch zwei richtige Schauspieler ersetzt, wer weiß, dann wäre Pam Grier heute vielleicht stolz auf ihren Auftritt in der Marsbrühe.
So bleibt nichts als ein leidig unterhaltsamer 08/15-Science-Fiction-Action-Horror-Mix und die Hoffnung, dass Carpenter sich bald mal wieder an ein Projekt wagt, das er mit Leib und Seele verwirklicht und nicht nur als Komponist mit Nebenjob!

Fazit: Für Fans von Mars-Metzeleien keine verschenkte Zeit, für alle anderen, greift lieber zu John Carpenters "Fürsten der Dunkelheit", der bietet ähnliches besser verarbeitet!


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