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Ghosts of Mars (2001)
Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 24.04.2007, seitdem 354 Mal gelesen
Carpenter Filme sind nicht mehr das, was sie mal waren. Schon mit " Vampire " driftete der Kultregisseur von seinem Flair ab, lieferte aber immer noch einen blutigen und spassigen Horroractioner. Mit " Ghosts of Mars " versucht er es auf dem selben Gleis nochmal, doch der Schuss geht teils nach hinten los und so siedelt er sich nur im guten Durchschnittsbereich an. Das alles, obwohl John Carpenter sich hier wieder viel Mühe gab, denn er schrieb das Drehbuch, führte Regie und komponierte am Score mit. Bis heute ist " Ghosts of Mars " Carpenter´s letzter Kinofilm und er wirkte nur 2005 an der Horrorserie " Masters of Horror " mit, ansonsten war er an keinem Projekt mehr beteiligt. Ich hoffe dass er sich mit einem richtig guten Horrorfilm mal wieder bei seinen Fans meldet, oder wir erhalten bald die Nachricht, dass er ganz aufgehört hat, woran ich aber nicht glauben will.
Story:
Die Polizistin Melanie Ballard ( Natasha Henstridge ) schildert einem Ausschuss, warum sie die einzige Überlebende einer Mission war, man sollte den Kriminellen James Williams ( Ice Cube ) in ein anderes Gefängnis überführen. Unter Leitung von Helena Braddock ( Pam Grier ) kam die kleine Einheit ( Jason Statham, Clea DuVall, Liam Waite ) in der kleinen Bergarbeiterstadt auf dem Mars an, wo das Gefängnis liegt. Doch die Dorfbewohner waren von einem geistförmigen Virus bessessen und dadurch völlig wahnsinnig geworden. Die kleine Einheit wird nach und nach dezimiert und Melanie muss sich bald mit Williams verbünden, um von diesem Ort des Grauens entkommen zu können.
Die Story ist zumindest auf einem soliden Niveau und Carpenter klaut auch nur bei seinen eigenen Filmen, wie zum Beispiel " Assault ". Aber ich vermisse hier seinen besonderen Stil den Zuschauer zu fesseln. Der Film ist nur mäßig spannend, präsentiert eher wenige Schocks und kommt in der ersten Hälfte nur schleppend in die Gänge. Die Geschichte um den Partikelschwarm hätte man ruhig noch ausführlicher erwähnen können, dafür punkten die spannenden Rückblenden, in denen die Dorfbewohner sich veränderten.Â
Leider ist die Marskulisse ist etwas mau, da man die CGI Einsätze manchmal deutlich erkennen kann, ganz besonders bei den Zugfahrten, aber auch beim geistförmigen Partikelschwarm. Nur das abgelegene Dorf und das düstere Gefängnis sprechen für eine richtige Carpenter Kulisse. Ansonsten bedient man sich sehr vieler Farbfilter, welche den Mars selten sogar zu rot wirken lassen. Auch den Score find ich nicht so prickelnd, bin auch kein Fan von Metal oder Hardrock. Die Titelmusik ist noch genau sein Stil, aber dieses Metalgeschrei funktioniert für mich überhaupt nicht, obwohl es zu den Schlachten ganz gut passen mag.
An der Action lässt sich absolut nicht meckern, doch sie konzentriert sich fast nur auf die zweite Hälfte. Zwischendurch versucht man den Film sogar noch in die Länge zu ziehen, das beste Beispiel als Melanie selbst von diesem Virus befallen wird, doch der Geist ihren Körper wieder verlässt. Die Schlachten machen aber Spass. Dutzende werden über den Haufen geschossen oder weggesprengt, daneben gibt noch einige Fights, in die sogar etwas Martial Arts mit einfließt. Auch große Explosionen lässt der Film nicht missen, bloß bei dem Ballonabsturz scheint man getrickst zu haben, sieht ein bisschen billig aus. Die Goreeffekte hingegen ( abtrennen diverser Körperteile ) stimmen wieder und besonders das Make up kann gefallen. Die verunstalteten Dorfbewohner sehen sehr unheimlich aus.
Bei den Darsteller gibt es keine herausragende Leistung. Natasha Henstridge, sowie Ice Cube agieren recht cool und auch sympatisch, während Jason Statham hier verschenkt ist. Nebendarsteller wie Clea DuVall, Liam Waite, Joanna Cassidy gehen in Ordnung. Über Pam Grier möchte ich mich hier lieber nicht auslassen.
Fazit:
Nicht das, was ich von Carpenter erwarte. Als Unterhaltung für Zwischendurch absolut tauglich, aber kein Vergleich zu seinen früheren Klassikern. Nur mäßig spannend, solide Story, aber dafür gute Action. Die Darsteller reichen aus, während Gore und Make up richtig gut sind. Das gewisse Etwas fehlt hier, das besondere Carpenter Flair. Sein Score findet bei mir auch nur wenig Anklang, ansonsten war ich immer von seinen Sounds dermaßen begeistert. Eben nicht mehr als guter Durchschnitt.
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