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Amores perros - Was ist Liebe? (2000)

Eine Kritik von Tool (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 29.08.2002, seitdem 1046 Mal gelesen


"Amores Perros" ist eigentlich in drei kleine Filme, Episoden, unterteilt, die alle etwas mit einem Autounfall und Hunden zu tun haben. Zum einen wäre da die Geschichte von Octavio und Suzanna. Octavio nimmt mit seinem Hund an illegalen Hundekämpfen teil, um mit Suzanna, die Frau seines verbrecherischen Bruders, abzuhauen. Als zweites wird uns das Leben des Models Valeria und ihrem Schohündchen Ricky näher gezeigt, wegen der Verleger Daniel seine Frau und seine 2 Kinder verlässt. Und zu guter letzt wäre da El Chivo, der mit seinen Hunden durch die Stadt zieht und für Geld Auftragsmorde begeht...
Ich weiß nicht, was ich zu "Amores Perros" sagen soll. Geniales Meisterwerk drückt wohl am Ehesten aus, wie fantastisch dieser Film ist. Mit "besser als Pulp Fiction" wurde er angepriesen, ich für meinen Teil muss zugestehen, dass dies der Fall ist. Man hat zwar bei weitem nicht so bekannte Schauspieler wie in Tarantinos Werk, noch kommt "Amores Perros" in Sachen Coolheit nicht an "Pulp Fiction" heran, aber das soll ja auch nicht so sein. Der spanische Film ist knallhart, todernst und verdammt realistisch. Dadurch wird dem Film eine Intensivität verliehen, die man so fast noch nicht gesehen hat. Irgendwie stimmt an "Amores Perros" einfach alles. Angefangen bei den Schauspielern, die hervorragend agieren, über die fantastische Kameraführung bis hin zur grandiosen Musikuntermalung. Der Film fesselt dermaßend, dass man ihm die Länge von fast 2 1/2 Stunden so gut wie nicht anmerkt. Schon allein die erste Episode hat es in sich, kurzweiliger kann man einen Film nicht machen. Und das, obwohl er ein ernstes Thema behandelt und das auch noch unglaublich brillant. Da kann man einen Meilenstein wie "Pulp Fiction" noch so loben, noch so vergöttern, an "Amores Perros" kommt er dann aber einfach nicht vorbei. Ich will hier nicht übertreiben oder sagen, dass "Pulp Fiction" kein guter Film ist, ganz im Gegenteil, ich bin großer Tarantino-Fan, aber das spanische Pendant dazu ist einfach überwältigend. Kaum in Worte zu fassen. Ich war jedoch sprachlos, als ich den Film gesehen habe. Am Anfang dachte ich mir, er kann die Qualität nicht halten, ZU gut würde er letzten Endes dann sein. Doch es ist eben so, es stimmt einfach alles an dem Film. Der Anfang gut und das Ende genial. Alles dazwischen eben auch. Ich kann nicht verstehen, wie einem solch ein überragendes Meisterwerk wie "Amores Perros" nicht gefallen kann. Absolut unverständlich! Noch nie waren 10 Punkte klarer als hier!!


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