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Schlafwandler (1992)
Eine Kritik von Schilli (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 10.03.2007, seitdem 261 Mal gelesen
Die meisten Stephen King – Adaptionen wären wohl besser niemals gedreht worden. Mit wenigen Ausnahmen wie z.B. „Es“, „Green Mile“ oder noch ein paar wenig andere wurden daraus leider nicht selten nur schlechte B-Movies. „Schlafwandler“ reiht sich irgendwo zwischen Gut und Böse ein.
Regie führte hierbei Mick Garris, welcher im weiteren Verlauf seiner Karriere auch noch weitere King – Romane verfilmen durfte, wie z.B. „The Stand“, „Shining“ (Remake) und auch „Riding the Bullet“. Irgendwie zieht er dabei sein nicht unbedingt hoch angesetztes Niveau konstant durch und vermochte bis dato mit keiner Verfilmung einer Lektüre des Großmeisters überzeugen.
Für einen Horrorfilm besitzt er eindeutig zu wenig Spannung und für einen Splatter fast etwas wenig an Blut. Für hohe Ansprüche ist er auch nichts, weil großteils viel zu oberflächlich erzählt und ohne sonderlichen Tiefgang in Sachen Story. Einige Themen wie z.B. die speziellen Eigenschaften von Schlafwandlern werden ebenso wenig angesprochen wie deren Ursprung oder ähnlichem. Lediglich in der Einleitung verweisen in paar Sätze darauf. Leider hat der Film auch keinerlei Höhe oder Tiefen und Spannung sucht man leider vergebens. Er plätschert sozusagen mit einer unglaublichen Kontinuität vor sich hin, bis er dann nach ca. 85 Minuten sein Ende findet.
Für Hauptdarsteller Brian Kraus war es nach der mäßigen Fortsetzung der blauen Lagune der erste größere Streifen, noch einige Jahre von seiner wohl bis dato bekanntesten Rolle als Leo in „Charmed – Zauberhafte Hexen“. Er macht seine Sache aber auf jeden Fall akzeptabel, auch wenn ab ca. der Hälfte des Filmes sowieso nicht mehr zu sehen ist, weil ja verwandelt. Aber auch die weiteren Darsteller sind nicht so schlecht wie so oft üblich in einem Film dieses Genres mit den gegebenen Mitteln.
Ein für mich sehr guter Darsteller, nämlich Ron Perlman, kommt dabei leider viel zu kurz, wäre er doch in meinen Augen der einzige, welcher vom schauspielerischen Kaliber her am meisten aufweisen kann.
Natürlich darf auch, wie in eigentlich allen Filmen die seiner Feder entspringen, eine Kurzauftritt der Horror – Meisters, Stephen King, dabei nicht fehlen. Hier versucht er sich darin den Friedhofswärter darzustellen. Gut dass er sich für´s Bücher schreiben entschieden hat...
Alles in allem ist „Schlafwandler“ sicherlich keine schlechte Roman – Verfilmung von Stephen King, schafft es aber zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd so gruselig, eklig und unheimlich zu wirken wie ein mittelmäßiger Roman von King. Einmal gesehen dürfte es das wohl gewesen sein, aber dafür allemal ausreichend.
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