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Death Note: The Last Name (2006)

Eine Kritik von Fleischsalatmitgurken (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 29.01.2012, seitdem 27 Mal gelesen


Das Katz-und-Maus-Spiel geht nahtlos weiter: Light hat es geschafft, den Verdacht von sich abzuwenden. Nun arbeitet er sogar mit dem Ermittlerteam seines Vaters und dem verschrobenen "L" zusammen, um Kira, den gesuchten Mörder, der mit Hilfe des Death Note Verbrecher (und nun auch Unschuldige, die im Weg stehen) ins Jenseits befördert, zu fassen. Das Medieninteresse ist nach wie vor groß, und es gibt noch immer Unmengen von Menschen, die Kira für einen Heilsbringer halten.
Zu diesem Zeitpunkt wird der TV- und Pop-Star Misa von einem Stalker verfolgt... der, kurz bevor er ihr etwas antun kann, tot zusammenbricht. Bevor sie begreift, was passiert ist, landet ein Death Note vor ihren Füßen - ein weiteres. Dieses stammt vom Todesgott Rem, der ihr nun die Benutzung des Buches erklärt. Misa, deren Familie von Einbrechern getötet wurde, verehrt Kira und versucht, seine Identität zu lüften. Sie möchte mit ihm zusammen arbeiten und ist sogar bereit, ihrem Todesgott die Hälfte ihrer Lebensspanne zu opfern, um den "Shinigami-Blick" zu bekommen, mit dem sie wie ein Todesgott die Namen der Menschen "sehen" kann.
Light sieht darin eine willkommene Möglichkeit, "L" ein für allemal von seiner "Unschuld" zu überzeugen. Er schmiedet einen Plan, für den er die Tatsache nutzt, dass der Besitzer eines Death Note sämtliche Erinnerungen daran verliert, wenn er es "abgibt", lässt sich freiwillig einsperren und eines der Death Notes der TV-Sprecherin Kiyomi zukommen, um für Todesfälle während dieser Zeit zu sorgen. Zudem soll Misa ihm mit ihrer neuen Fähigkeit helfen, den richtigen Namen von "L" herauszubekommen, damit er seinen gefährlichen Gegner endlich aus dem Weg schaffen kann.

Die Fortsetzung von Death Note setzt direkt am Vorgänger an und bietet noch mehr clevere Twist. Das Duell zwischen Light und "L" ist spannend und intelligent umgesetzt und steckt voller Überraschungen. Interessanterweise verlagert sich das Gewicht des Films zunehmend auf "L" als Hauptfigur und Sympathieträger, da Light ja nun schon von der Macht des Death Note korrumpiert wurde. Doch auch er wird für einige Zeit wieder "unschuldig", wenn er seine Erinnerungen verliert und ernsthaft versucht, mit "L" den Täter zu finden - auch wenn dies Teil seines Plans war. Neuzugang Misa (Erika Toda, Goemon) ist unheimlich niedlich, aber wegen ihrer Verliebtheit auch gnadenlos. Während einer Live-Übertragung z.B. "schreibt" sie reihenweise Kira-Gegner tot. Und Kiyomi (Nana Katase, 20th Century Boys) ist ebenfalls eine Augenweide, der man am liebsten in die Waden beissen würde... aber ich schweife ab.

Im Sequel geht es etwas flotter voran, und es werden genug nicht unspannende Wendungen eingebaut, um den Zuschauer bei der Stange zu halten. Einige bemängeln zwar auch hier wieder das Aussehen der Shinigami, aber da sie auf einer Manga-Vorlage basieren (und wenn ich mir so ansehe, was da teils an furchtbarem CGI-Zeug in US-Produktionen rumfleucht) kann ich damit gut leben. Wer den ersten Teil mag, wird auch den hier mögen.


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