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Skinwalkers (2006)

Eine Kritik von Kiste (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 08.11.2010, seitdem 166 Mal gelesen


Immer bei Vollmond verlieren Werwölfe ihre menschliche Gestalt und verwandeln sich in blutrünstige Bestien, die auf ihrer Suche nach Menschenfleisch kein Halten kennen. Aber nicht alle Werwölfe sind über diesen Zustand glücklich. Einige von ihnen sehnen sich nach Erlösung. Ihre Hoffnungen ruhen auf dem zwölfjährigen Timothy, der behütet bei seiner Mutter Rachel aufwächst. Eine alte Legende besagt, dass nur ein Werwolf, der zur Hälfte Mensch ist, die Macht besitzt, den Fluch aufzuheben. Was der Junge noch nicht weiß: Sein Vater entspringt einer reinrassigen Werwolfs-Familie und Timothy soll der Erlöser werden. Während die guten Werwölfe endlich den Moment ihrer Befreiung herbeisehnen, machen sich die bösen Werwölfe auf den Weg, Timothy zu töten. Denn sie wollen ihre Schreckensherrschaft um keinen Preis aufgeben. Es entwickelt sich ein blutiger Kampf, in dessen Zentrum Timothy steht.

Von Skinwalkers war ich nach Ansicht der 85 Minuten Laufzeit ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht. Immerhin haben wir hier einen absolut soliden B-Cast, der seine Sache auch soweit gut erledigt, ein flottes Tempo, das wenig Raum für Stillstand läßt und mehere Shootouts mit ordentlich Peng Peng. Also viele der Zutaten für einen zünftigen Horrorfilm sind vorhanden.
Was zumindest mir recht negativ aufgestoßen ist sind das Script die Charaktere, FX und Dialoge, die mehr oder weniger amateurhaft daherdümpeln. Der Film ist eigentlich eine dauerhafte Hide and Seek Veranstaltung, die Guten verstecken sich, werden gefunden, fliehen, verstecken sich, werden gefunden usw, auf die Dauer wirds ein wenig eintönig, schlimmer finde ich dabei noch die GZSZ-förmige Struktur und Dialoge.
Also im Mittelpunkt steht ein 12jähriger Rotzlöffel (was ich sowieso liebe) der allein mit seiner Mutter lebt und dessen Vater verstorben ist. Doch haha, er ist nicht tot sondern nur zur dunklen Seite der Macht übergelaufen. Also schnappt sich Mami ihren Bruder, der mit seiner Tochter zusammen Mami bei der Flucht hilft, doch Bösepapi schnappt sich Brudertöchti und polt diese um, das diese Papi und Schwester von Papi (Also Mami vom 12 jährigen) verrät. Am Ende hat sich die Familie wieder lieb (also Mami u. Papi von Goof) und reitet in den Sonnenuntergang. Also wenn das kein Stoff für ne Soap ist.
Richtig spannend wirds immer dann, wenn die bösen Buben das jeweilige Versteck unserer Protagonisten ausfindig gemacht haben und denen anschließen saures gibt. Sobald sich die Guten in momentaner Sicherheit befinden, gibts leider nur pseudomelodramatischer und -religiöses Geschwätz nahe der Schmerzgrenze. Der Härtgrad ist dabei reichlich moderat, es wird zwar fleißig gestorben, aber viel mehr wie gelegentlich Einschüsse sind nicht zu verzeichnen. Aus der "eher peinlich Abteilung" kommen die Wolfsmasken, zudem verzichtet man auf eigentliche Verwandlungssequenzen komplett, nicht gerade der Joe Dante Standard.
Der Film ist ein ziemlich seichter Verteter der Lycanthropen Reihe, es gibt mittlerweile dutzende von besseren Werken zu dieser Tierhorrorthematik, wers etwas dramatisch im Sinne von Tragik, Familie, Ethik und Werte mag, kann mal reinschauen, mir wars zuviel davon.
Ist man eigentlich ein schlechter Mensch, wenn man bei Filmen die Bösewichter anfeuert?
3/10


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