Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 29.08.2005, seitdem 230 Mal gelesen
James L. Brooks "Besser gehts nicht" brachte sowohl Jack Nicholson als auch Helen Hunt den Oskar ein, und dies völlig zu Recht! Die einfühlsam erzählte Geschichte um einen neurotischen, ewig grimmigen Kitsch-Autor, der ganz allmählich über seinen arg tief hängenden Tellerrand zu blicken beginnt, eine vom Leben gezeichnete aber herzensgute Imbiss-Bedienung mit ihrem kränkelnden Sohn sowie last but not least einen kleinen Hund bietet nicht nur jede Menge Herz und toll ausgearbeitete Charaktere, sondern auch einige dezente Gags, die jedoch zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise penetrant oder billig ausfallen. Im Gegenteil: "Besser geht's nicht" ist vielmehr Drama denn Komödie und fesselt als solches mit seinen vielen Auf und Abs bis zur letzten Minute. Freilich gibts am Ende ein Happy-End aber das ist auch vollkommen ok so!
Neben der zwar keine optischen Highlights bietenden, dafür sehr soliden Regieleistung seitens James L. Brooks sind es primär die überragenden Darstellerleistungen, die "Besser geht's nicht" zu einem echten Erlebnis machen. Neben den bereits angesprochenen, oskarprämierten Performances Nicholson und Hunts überzeugen aber auch Greg Kinnear im Part einen tuntigen Malers vom anderen Ufer sowie Cuba Gooding Jr. als gleichermaßen stilsicherere wie aufbrausende ordnende Hand im Hause. Heimlicher Star ist aber ganz ohne Zweifel noch der kleine Köter, der nicht nur unglaublich niedlich dreinschaut sondern auch inhaltlich gesehen eine wesentliche Schlüsselrolle einnimmt.
Fazit: Großes Kino der Gefühle mit Witz und Charme. Zwar nicht ganz so spektakulär inszeniert, dafür ungeheuer stark gespielt und zudem mit einem gewissen Anspruch versehen.