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Seed (2007)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 16.05.2010, seitdem 217 Mal gelesen


Da ist also Uwe Bolls Beitrag zum Thema kompromissloser Splatterfilm – „SEED“, sowohl von den Trashmasochisten als auch den Gorehounds heiß erwartet. Dabei handelt es sich ausnahmsweise sogar nicht um eine Videospielverfilmung. Trotzdem hagelte es auch zu diesem Serienkiller Beitrag ordentlich Schelte.

Der oberkrasse US Serienkiller Seed wird endlich von der Polizei gefasst und soll auf dem Stuhl schmoren. Allerdings überlebt er diesen und wird zur Strafe lebendig begraben. Wie das mit bösen Menschen nun mal ist, haben ausgerechnet diese einen erstaunlichen Überlebenswillen und so krabbelt der wortkarge Killer aus seinem Grab und metzelt munter weiter.

Inhaltlich klingt das alles verdammt nach Filmen wie „Shocker“, "Pentagramm – Die Macht des Bösen“ und Co. Zwar nicht wirklich originell aber auch nicht unbedingt schlecht. Leider hat Boll aber vergessen die Handlung für den Zuschauer auch erkennbar zu machen. Der ganze Film wirkt kein Stück rund, was sicherlich auch daran lag, dass es kein Drehbuch gab (laut Uwe ein Experiment!!!). Dies merkt man dem Film auch an. Dialoge oder Charakterzeichnung sind Fehlanzeige. Viele Szenen wurden möglichst „authentisch“ gehalten, wirken dadurch aber viel zu lang und sind dementsprechend einfach nur langweilig.

Dabei kommt der Look des Films für dieses Low Budget Produkt ganz amtlich daher. Besonderes Augenmerk wurde allerdings auf die Effekte gelegt. Diese sind zwar nicht allzu zahlreich, wenn Seed aber mehrere Minuten den Kopf einer gefesselten Frau bearbeitet dann geht es schon ordentlich und auch grenzwertig zur Sache. Ebenfalls grenzwertig sind die anfangs eingestreuten Tierfolterdokuaufnahmen aus den Archiven der Tierschutzorganisation PETA. Immerhin hat Boll damit eines geschafft, der Zuschauer startet gleich mit einem sehr mulmigen Gefühl in der Magengegend. Einen Effekt, den er sonst nicht mit seinem Film hätte erzielen können. Dies soll nun aber nicht positiv gewertet werden.

Mit Ralf Möller und Michael Paré sind ganz Boll typisch nicht vollkommen unbekannte Schauspieler am Start, so richtig viel reißen tut dies aber, ganz in seiner Tradition, auch nix mehr.

Fazit: Schwacher Versuch von Boll einen richtig harten Splatterfilm abzuliefern. Die fehlende Handlung nervt gewaltig und lediglich einige gut gemachte Splatterszenen können den Film auch nicht retten.


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