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Weltraumschiff MR-1 gibt keine Antwort (1959)

Eine Kritik von Mr. Vengeance (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 01.10.2005, seitdem 886 Mal gelesen


Weltraumschiff MR 1 gibt keine Antwort

Nein, liebe Freunde des Films mit dem 2. Buchtsaben des Alphabets vorne dran, dies ist keine Fortsetzung des Klassikers 'Metaluna IV antwortet’ nicht und auch kein gutes Beispiel für die hohe Kunst des Titel-Verdeutschens!
'The Angry Red Planet’ heißt diese Perle des Sci-Fi-Oldie-Trash’s im Original und dass der Mars vor Wut rot wird, liegt wahrscheinlich an der amerikanisch feindlichen Einstellung Hollywoods gegenüber dem (englisch) titelgebenden Planeten.
Da bekommt die NASA doch tatsächlich keine Antwort vom Raumschiff MR1 und holt die Kiste per Fernsteuerung zurück. Bei der Raketenlandung, die aussieht wie ein Raketenstart nur zurückgespult, wird uns langsam klar wie der Hase läuft, jedenfalls tricktechnisch…obwohl das weder was mit Tricks, geschweige denn mit Technik zu tun hat.
An Board findet man die ziemlich bedrömmelte Wissenschaftlerin mit Halbkoma aber ohne Erinnerung und einen schwerverletzten Mann, mit Glibber am Arm.
Allmählich wird der Zuschauer in die Vorgeschichte dieser armen Seelen eingeführt und erfährt von der Expedition zum Mars, der rot ist und dessen Landschaften von einem fragwürdig talentierten Bildner gemalt oder vielleicht aus der Frösi abgepaust wurden.
Aber das stört unsere Astronauten wenig, schließlich sind sie ja Wissenschaftler und keine Kunstkritiker.
Schon geht sie los, die wilde Expedition ins Marsreich. Und was uns hier für Wesen begegnen: Monsterblumen, die ihre Opfer (nur mit Hilfe besagter Opfer) einwickeln und konsumieren wollen. Ich könnte schwören, dass diese Szene von Ed Wood inszeniert wurde. („Motor? Das Ding hat keinen Motor!“)
Eine Mausspinnenkrabbe, so hoch wie ein Reihenhaus, wird erst fälschlich für einen Wald gehalten (GENAU: Ein Wald aus 6 Bäumen und ’ner Riesenmaus oben drauf!). Aber Wissenschaftler sind ja auch keine Forstarbeiter.
Gottseidank hat der Lustige in der Gruppe ein Sonargewehr (sieht komisch aus) und zappt dem Vieh die Pupillen weg. Autsch. Weiter geht’s zum Strand, ein knallgelbes Gummiboot aufgepumpt und ab zur Marsstadt, die da hinten in die Wolken ragt. Doch was ist das: Eine Riesen Amöbe taucht aus den Fluten und nimmt die Verfolgung auf…
Ich kann diesen Film wirklich nur absoluten Trash Fans (und solchen die’s werden wollen) empfehlen. Die Effekte sind selbst für damalige Verhältnisse mies (soweit ich das beurteilen kann), die Darsteller „zeichnen sich dadurch aus, dass sie mit weitaufgesperrten Augen in die Kamera starren“ (so der Kommentar einer großen Fernsehzeitschrift), die Story…nun ja und die Message am Ende, doch gefälligst den Mars nie mehr zu besuchen, da es sonst was vor die Omme gibt, ist so amerikanisch wie der Superbowl .
Allerdings gehört der Film ganz klar in die sagenumwobene ‚So schlecht, schon wieder gut’ -Kategorie und die Monster machen echt Spaß.

Weltraumschiff MR 1 gibt keine Antwort?

Kein Problem, ich hatte nie vor zu fragen. 5/10


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