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I'm a Cyborg, But That's OK (2006)

Eine Kritik von Ekin Toriumi (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 27.10.2008, seitdem 536 Mal gelesen


Mit "Oldboy" hat er einen Film gigantischem Ausmaßes geschaffen, dann folgte der sehr schwache und enttäuschende "Sympathy for Lady Vengeance" und nun dachte ich, könnte er wieder an Qualität gewinnen.
Die Story klang interessant, Kritiken waren nur des Lobes ( aber das sind sie ja immer, wenn man mal einen absolut überragenden Film dreht )
Doch leider, wurde ich auch hier, wie bei "Lady Vengeance" eher enttäuscht.
Zuviel sind die ganzen Computerschnörkeleien, Zuviel der optische Schnick-Schnack.
Mag sein, das PCW sich dieses nun als sein Stilmittel komplett zulegen will, doch letztlich zeichnet einen herausragenden Regisseur die Fähigkeit aus, alle unterschiedlichen Arten von Filmen zu drehen, ohne das man sofort merkt, das es derjenige Regisseur ist, aber andererseits ohne zu vergessen seinen Stempel draufzudrücken.
Für meinen Geschmack, bleiben PCW's Filme (zumindest dieser hier und "Lady Vengeance" ) immer nur an der Oberfläche.
Denn jene ist immer dick aufgetragen, da wird überspitzt, ausgereizt und "gefärbt" was das Zeug hält, doch darunter ist nichts weiter.
Sämtliche Characteren in "I'm a Cyborg..." fehlt es an tieferem Character.
Natürlich, jeder ragt heraus und ist unverkennbar, aber genausgut austauschbar.
Nur der männliche Hauptchara war mir auf ganzer Linie sympathisch.
Der Film schwimmt langsam, ganz langsam vor sich hin, und ist dann irgendwann, wenn es quasi gerade beginnt, einfach vorbei.
Das ist frustrierend.
Natürlich kann man ihm Innovation nicht leugnen, ganz im Gegenteil.
Doch manchmal braucht ein Film, wenn er gut funktionieren soll, einfach nicht viel davon.

Ich will den Film hier nicht verreissen, er hat auch eine Handvoll schöner Szenen und Momente, doch hätte man da einfach mehr machen können, indem man einfach von allem ein wenig zurückgedreht hätte.
Mit weniger, wäre quasi mehr draus geworden.

Zurück bleibt somit nur ein Film, der characteristisch-übertrieben, optisch verschnörkelt und einfach zuviel von allem und letztlich doch nichts ist.
Dabei hatte er durchaus Potenzial zu einem kleinen, aber wunderschönem Film zu werden.


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