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Tödliche Nebel (1966)

Eine Kritik von subhero (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 06.08.2008, seitdem 272 Mal gelesen


Auf der Raumstation Gamma 1 wird sich fröhlich besaufend das neue Jahr begrüßt. Doch nicht nur die Raumfahrer sind benebelt, sondern irgendwann die ganze Raumstation Delta II. Fiese, gemeine Nebelaliens greifen an und machen die Besatzung platt um sie in eine Art lebende Tote, welche durch Schaufensterpuppen dargestellt werde, zu verwandeln. Dies bleibt natürlich nicht unbemerkt und so rückt die Crew um Captain Theiss (Franco Nero) aus um Delta II zu Hilfe zu eilen. Was sie erwartet ist so unheimlich schrecklich, dass dem Zuschauer schon bald der Atem stockt.
Das ist natürlich totaler Quatsch. Hier stockt niemanden der Atem, außer man bekommt einen dermaßen heftigen Lachanfall, dass der Notarzt gerufen werden muss. Denn zu lachen bekommt man hier eine Menge. Diese Italienische Rip-Off Produktion zu ähnlich abgespaceten Machwerken wie „Raumpatrouille Orion“ bietet alles, was der geneigte B-Film-Freund von einem solchen Film erwartet. Die Handlung ist absolut lächerlich, aber auf eine sympathische Art und Weise. So wird endlos viel wissenschaftlicher Unsinn gebrabbelt, dass es eine wahre Freude ist. Hier laufen betrunkene Raumfahrer in Raumanzügen herum. Hier werden Dialoge abgeliefert, welche auch in der Augsburger Puppenkiste hätten überzeugen können. Und was das schönste an diesem Film ist, hier gibt es unendlich fantastische Spezialeffekts und Modelraumschiffe zu sehen, dass einem „This Island Earth“ schon fast wie eine Großproduktion vorkommt. Die Raumstationen wären eine Zierde für jedes Kinderzimmer, die gemalten Hintergründe würde ich mir auch gern übers Bett hängen, um mich in die weiten des Weltalls zu träumen. Das Beste an der Sache ist, dass dies alles unheimlich viel Spaß macht. Ich könnte mich immer wieder über die herrlich senilen Dialoge amüsieren, mich einfach nur in die Ecke legen vor lachen, angesichts der herrlichen Kulissen. Dazu spielen die Darsteller das alles auch noch mit einer Inbrunst, als ob es darum gänge, mit diesem Quatsch hier einen Oscar abzuräumen. Denn hat der Film aber gar nicht nötig, weiß er doch mehr als so mancher Blockbuster zu unterhalten.
So wird dem fiesen Aliennebel mit gar eindrucksvollen Bunsenbrennerlaserstrahlen zu Leibe gerückt, diesen juckt das natürlich wenig. Oder, der Versuch der Schauspieler, Balletttänzern gleich, die Schwerelosigkeit zu imitieren, während sie vor gemalten Welträumen versuchen, den Schwanentanz aufzuführen. Oder die Requisiten, oder, oder, oder.
Dieser Film macht einfach wahnsinnig Spaß, wenn man denn nicht mit dem Anspruch herangeht, hier einen ernsten Beitrag zum Genre, auch wenn Regisseur Dawson dies sicher beabsichtigte, erwartet.


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