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Starship Troopers (1997)

Eine Kritik von Fly Taggart (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 23.09.2001, seitdem 403 Mal gelesen


Ein visuell perfekt gemachter Science-Fiction/Action Film, der allerdings nicht ohne Grund für heftige Diskussionen gesorgt hat. Grund dafür ist die ultrablutige Gewalt und die schwer vertretbare Haltung zu faschistoiden Elementen.

Die Story ist ziemlich simpel. Es geht einfach gefasst um das Militär der Menschen, welches Krieg gegen eine Alienrasse führt, da diese Asteroiden Richtung Erde schleudert. Sehr schnell wird den Menschen aber klar, dass sie es nicht mit dummen Rieseninsekten zu tun haben, sondern mit einem intelligenten, kampferprobten Feind (schlaue Rieseninsekten also).

Was dem an Story fehlt, wird im Gegenzug durch gigantische Visual Effects und super viel Action, besonders in der zweiten Hälfte des Films, wieder wettgemacht. Die Visual Effects sind besonders erwähnenwert, da sie den Aliens die Ameiseneigenschaft verleihen. Denn ohne würden nicht Tausende von Aliens auf einmal die Menschen angreifen. Die Aliens wirken dadurch noch furchteinflössender und unbesiegbarer.
Die Actionszenen sind ebenfalls von großem Ausmass. Meistens kämpft eine grosse Gruppe Soldaten gegen Heerscharen von Aliens. Dabei wird geballert, bis der Arzt kommt. Das Ganze wird noch durch die extreme Gewaltdarstellung intensiviert. Nicht umsonst wurde um den Film so ein Rummel gemacht. Paul Verhoeven lässt mal wieder kein Detail aus, serviert von Zerfetzungen über mit Kugeln zersieben bis zur Gehirnaussaugung alles, was das Splatterherz begehrt und liefert seinen blutigsten Film seit Total Recall. Oder besser gesagt, sind Total Recall und dieser Film seine blutigsten.

Zur Musik kann mann nur sagen, dass sie sehr gut dem epischen Ausmaß des Films angepasst ist, was für zusätzlich Atmosphäre und Stimmung sorgt. Das Score stammt übrigens von Basil Poledouris, der ja auch schon bei Verhoevens Robocop sein Bestes gab. Ein eingespieltes Team sozusagen.

Auf inhaltlicher Ebene gibt es allerdings einiges zu kritisieren. Während man die hirnfreie Story ohne weiteres verschmerzen kann, ist die Verschönigung von Krieg und besonders des Militärs nicht mehr so witzig. Daß Offiziere in Gestapouniform rumlaufen, finde ich, auch wenn es satirisch gemeint war, ein wenig geschmacklos.

Fazit: Guter Sci-fi Film, zwar mit schwacher Story und kritischer Einstellung zum Militarismus, dafür aber mit spektakulären Aufnahmen und energiegeladenen und ultrablutigen Actionsequenzen.


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